Laß eine Schildwache niemals in ihrer Pflicht gehindert werden dürfe.Die Leinwand wurde auf wenige Zolle auseinander geschoben, sodaß das Licht der Laterne vor der Kajütenthüre hineinfiel: da saßder Vicestatthalter und der Podesta, beide noch in heißem Streitegesticulirend und einander ins Geficht starrend — Naoul BvardsStelle aber war leer.
Uelverton hatte zufällig neben der Schildwache in das Zimmergeschaut. Er war ein junger Mann von raschem Fassungsvermögen,mit allen phrenologischen Beulen versehen, die zu einem solchen Cha-rakter gehören, und erkannte also auf den ersten Blick, daß der Bogebausgeflogen war. Sein erster Gedanke war der, der Gefangenemöchte sich in die See gestürzt haben; ohne mit seiner Umgebungein Wort zu sprechen, eilte er auf das Verdeck, gab dem wach-habenden Offizier eine hastige Erklärung und hatte in erstaunlichkurzer Zeit bereits das Gig* im Wasser.
Seine überraschten Gefährten unten waren weniger eilfertig;doch war die Thatsache auch ihnen in Kurzem bekannt. Griffin gabeinen hastigen Befehl: mit einem Nucke fiel die Leinwandverkleidungzusammen und man sah die beiden Disvutirenden, welche von demEntweichen ihres Gesellschafters auch nicht die leiseste Ahnung hatten,mit wüthenden Gebärden ihren Grimm gegen einander aussprudeln.
„Hollah! Vicestatthalter," ries Griffin plötzlich, denn in demjetzigen Augenblicke hielt er alle Ceremonien für überflüssig; „waShabt Ihr mit dem Franzmann angesangen? — wo ist Raoul Uvard?"
„II Signor, Sir SmeeS? Monsieur Vvard, wenn Ihr wollt?Nachbar Bito, was ist denn aus dem Manne geworden, der kaumvorhin noch dort saß?"
„llosxetto! — Eurer Lehre zufolge, Signor Andrea, war jaüberhaupt gar nie ein Mann, sondern nur der Gedanke eines Man-nes vorhanden, da ist's also kein Wunder, wenn ein solches Wesenvermißt wird. Ich protcstire übrigens gegen alle Folgerungen, die
» Das kleinste,unter den Booten eines Schiffes. D. ll.