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auf Erfolg zählen wollte. In diesem Moment hörte man Jthuelwieder flüstern:
„Die Zeit ist nahe. Der alte Carlo hat seine Befehle unddie kleine Ghita wird schon darauf sehen, daß er sie befolgt. Stilleund Thätigkeit entscheiden jetzt Alles. In weniger als fünf Minutenwird das Boot unter der Stückpforte stehen."
Raoul begriff jetzt den Plan, aber er kam ihm hoffnungslosvor. Es schien ihm unmöglich, daß man Ghita von dem Schiffe ab-ziehen ließe, ohne daß hundert Augen ihre Bewegungen beobachteten;^war war eS finster, aber immer noch nicht so sehr, daß man vor-aussichtlich ungesehen zu ihr stoßen konnte. Doch mußte man es aufdiese Gefahr wagen oder ein Entkommen war für immer unmöglich.
Eben wurde mit dem Sprachrohr ein Befehl gegeben und dießermuthigte den Gefangenen, denn es bewies, daß der Offizier vonder Wache mit irgend einem Dienste beschäftigt war, der seine Auf-merksamkeit anders wohin lenkte. Dieß war von Wichtigkeit, danur wenige bei Seite zu blicken wagen konnten, so lange dieser Befehls-haber ihre Aufmerksamkeit in anderer Richtung in Anspruch nahm.
Raoul'S Gedanken drehten sich im Wirbel. Der Streit derbeiden Italiener hatte seinen Höhepunkt erreicht und ihr Geschreiwar so laut, als man es nur immer wünschen konnte. Sogar dasunterdrückte Gelächter der außenstehenden Offiziere war für ihnhörbar, wogegen die Disputirenden nichts als ihre eigenen Stimmenvernehmen konnten. Jedes Anstoßen der Boots gegen die Seitedes Schiffes, jedes Geräusch der Ruder, wenn Carlo unter ihnenherumraffelte, sogar das Klatschen des Wassers war deutlich wahr-zuneymen. Es schien, als ob alle Interessen des Lebens — derZukunft, der Vergangenheit und der Gegenwart — mit den ge-lammten Regungen seines Herzens in diesen einzigen Moment zu-sammengedrängt wären.
Da er nicht wußte, was Jthuel von ihm erwartete, so fragteer diesen auf Französisch, was er zunächst vornehmen sollte.