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macht«:, jener gewohnten Neigung zu gehorchen und den erbetenenAufschub desto bereitwilliger zu gewähren.
„Euer Kapitän sagt mir hier, Sir," bemerkte Nelson, nach-dem er Cuffe's Brief zum zweiten Mal gelesen hatte, „es sey kaumzu bezweifeln, daß Uvard wegen einer Liebesangelegenheit nach demGolfe kam und daß seine Absicht überhauptnicht die eines Spiones war?"
„Dieß ist die allgemeine Meinung auf unserer Fregatte, My-lord," gab der Steuermannsmate zur Antwort. „Es ist da ein alterMann und ein reizendes junges Mädchen in seiner Gesellschaft, welcheEurer Lordschast, wie Kapitän Cusfe sagt, erst vor wenigen Tagenin der Kajüte des Admiralschiffes einen Besuch machten."
Nelion fuhr zusammen und Flammenkäthe zeigte sich in seinenMienen. Er ergriff die Feder und kritzelte mit der einzigen Hand,welche ihm geblieben, den Befehl, die Erekution bis auf weiterenBefehl aufzuschieben. Nachdem er das Schreiben gesiegelt, händigteer es Clinch mit den Worten ein:
„Geht in Euer Boot und rudert so schnell als möglich nachder Fregatte zurück. Verhüte Gott, daß je ein Mensch durch michUnrecht leiden sollte!"
„Ich bitte nm Verzeihung, Mylord — aber ich habe jetzt nichtmehr so viel Zeit, um mein Schiff vor Sonnenuntergang zu errei-chen. Ich habe zwar auf meinem Boote ein Signal in Bereitschaft;aber die Fregatte wird vielleicht bis zum letzten Augenblicke nichtum Campanella herumkommen und dann ist alle unsere Mühe ver-loren. Spricht Kapitän Cusfe nicht von einigen Kanonenschüssen,die von dem Flaggenschiffe abgefeuert werden sollten, Mylord?"
„Ja wohl, Sir und dieß wird auch wirklich das sicherste Mit-tel der Mittheilung seyn. Bei diesem leichten Westwind kann einKanonenschuß zur See auf weite Entfernung gehört werden. Nehmtdie Feder, Sir, und schreibt, wie ich Euch diktire."
Clinch ergriff die Feder, welche der Admiral, der erst vor eini-