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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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dem Lugger gegeben habt und wo er in diesem Augenblicke zu treffensehn mag!"

Non, Mlonsiour, nicht einmal diese Vollmacht besitze ich.Ich kann Nichts thun, was mich mit solcher Schmach bedeckenmüßte. Meine Zunge steht unter einem Gesetze, das ich wahrlichnicht verfaßte, als von Verrätherei die Rede war."

Hätte Raoul einen theatralischen Ton und Anstrich angenommen,wie man vielleicht erwarten konnte, so würde dieß auf Cuffe wahr-scheinlich sehr wenig Eindruck gemacht haben; aber seine ungekünstelteRuhe und Standhaftigkeit erzwang sich den Glauben seines Gegners.

Die Wahrheit zu sagen der Kapitän fühlte sich enttäuscht.Er würde Anstand genommen haben, einem Offiziere der regulärenfranzösischen Marine einen solchen Vorschlag zu machen, so wenigauch diese zu jener Zeit, besonders bei Nelson's Flotte, in Achtungstanden; von einem KaperSmanne aber hatte er bei einem Plane,der zur Belohnung für den verlangten Verrath dem Gefangenendas Leben anbot, nichts als bereitwillige Zustimmung erwartet.Anfänglich fühlte er sich geneigt, Raoul den Widerspruch zwischender Art seines Berufes überhaupt wie nämlich Cuffe ihn an-sah und den so eben preisgegebenen Grundsätzen vorzuhalten:doch die anspruchslose Ruhe und Wahrheit, die sich in den Gefühlendes Anderen aussprach, ließen ihn nicht dazu gelangen. Dannwar auch Cuffe um ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassenzu großmüthig, als daß er die Gewalt über seinen Gefangenen miß-braucht hätte.

Ihr werdet wohl thun, Monsieur Vvard, darüber nachzuden- .ken," bemerkte der Kapitän nach .einer minutenlangen Pause.DasInteresse, das auf dem Spiele steht, ist so groß, daß Ihr Euch beieinigem Nachdenken doch noch zu einer Sinnesänderung veranlaßtfühlen könntet."

Monsieur Cuffe, ich vergebe Euch, wenn Ihr Euch selbstvergeben könnt," antwortete Raoul mit strenger Würde in seinem