das Mittel gesetzlich und der Ausgang ruhmwürdig ist. Um offenmit Euch zu sprechen, Monsieur — er wünscht sehr, Euren Lugger,den Few-Folly — in seine Gewalt zu bekommen."
„Aha!" rief Raoul mit ironischem Lächeln; „Nelson ist nichtder erste englische Admiral, der diesen Wunsch gehegt hat. DerFeu-Follet, Monsieur le Vuxitaine, ist so reizend, daß er vieleBewunderer besitzt!"
„Unter denen Nelson einer der wärmsten ist. Nun seht, geradedieß macht die Erledigung Eures Falles um so leichter. Ihr habtNichts zu thun, als den Lugger in unsere Hände zu übergeben undIhr sollt pardonirt und als wirklicher Kriegsgefangener behandeltwerden."
„Seyd Ihr von Monsieur Nelson bevollmächtigt, mir diesenVorschlag zu machen?" fragte Raoul ernst.
„Ja. Mit der Sorge für seines Vaterlandes Interessen be-traut, ist er geneigt, das Vergehen, das unter dem Schutze desNationenrechtes gegen uns verübt wurde, zu übersehen, um dafür denFeind der Mittel zu berauben, unserem Handel ferner so bedeutendenSchaden zuzufügen. Stellt den Lugger in unsere Hände und Ihrsollt auf ein gewöhnliches Gefangenenschiff geschickt werden. I»noch mehr — vertraut uns blos das Geheimniß seiner jetzigenStellung, dann wollen wir dessen Beisahung schon selbst auf unsnehmen."
„Monsieur Nelson thut ohne Zweifel nicht mehr als seine Pflicht,"versetzte Raoul ruhig, aber mit einer Miene strenger Selbstachtung.„Sein Amt verlangt, für den englischen Handel Sorge zu tragenund er hat alles Recht, einen solchen Vergleich abzuschließen. Aberder Vertrag könnte nicht auf gleiche Bedingungen hin ins Werkgesetzt werden: denn Nelson folgt nur der Eingebung seines Pflicht-gefühls, während ich keine Vollmacht besitze."
„Wie? — Ihr habt doch die Vollmacht zu sprechen, und daswird genügen, um uns mitzutheilen, welche geheimen Befehle Ihr