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Liebe nicht zur Hälfte und fange nun sogar an, daran zu verzwei-feln, ob ich je im Stande seyn werde, ihr dafür zu lohnen."
Clinch war noch immer ein hübscher Mann, obgleich das See-mannslcben und der ihm eigene schlimme Hang in seinem von Naturfreien, offenen und einnehmenden Gesichte bereits einige Spurenhinterlaffen hatte. Jetzt war nur tiefe Angst, darauf zu lesen, wiesie zu Zeiten sein Herz überfiel, wenn sich die Hoffnungslosigkeitseiner Lage seiner Seele in ihrem vollen Umfange darstellte.
Cuffe fühlte sich tief gerührt, denn er erinnerte sich der Zeit,da sie Tischgenoffen gewesen waren und die Zukunft dem Einen ebenso viel wie dem Andern zu versprechen schien, obgleich der Kapitänschon damals den Vorzug der Geburt voraus hatte. Clinch warein ausgezeichneter Seemann und tapfer wie ein Löwe: auch hatteer sich dadurch die Achtung seiner Kameraden in einem Grade er-worben, daß sie sogar durch seine gelegentliche Selbstvergeffenheitnie mehr ganz verwirkt werden konnte. Es gab sogar Einige, dieihn für den geschicktesten Seemann auf der Proserpina erklärten undwenn diese Geschicklichkeit auf die treffliche Handhabung und War-tung des Schiffes selbst in den gefährlichsten Augenblicken beschränktwurde, so mochte diese Behauptung auch wahr seyn.
Alle diese Umstände vcranlaßtcn Cuffe in den jetzigen Kummerdes SteuermannSmate'S weit tiefer einzugehen, als er Wohl sonstgethan haben würde. Statt ihm aber die Flasche zu reichen, derenunmäßigem Genüsse sich der Andere, wie Cuffe jetzt wohl fühlte, ausgetäuschter Hoffnung hingegeben hatte — schob er sie sachte beiSeite und reichte seinem alten Tischgenossen die Hand, indem er füreinen Augenblick jedcst Unterschied des Ranges zu vergessen schien.
„Jack, mein ehrlicher Junge," begann er in freundlichem, ver-traulichem Tone, der Clinch'S Ohren schon lange fremd gewordenwar — „Ihr habt noch guten Stoff in Euch, wenn ihr ihm nurRaum zur Entwicklung gewähren wolltet. Rafft Euch auf wie einMann, nehmt Euch nur wenige Monate zusammen und eS wird sich