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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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ich eS nie Ihm zur Last. Aber Gedächtniß wirb eben immer Ge-dächtniß bleiben und so muß ich mich trotz all' meines Widerstrebenszuweilen doch daran erinnern, was ich hätte werden können undwas ich wirklich geworden bin. Seine Majestät ernährt michallerdings aber mit dem Löffel eines Untersteuermanns und wennich in seinem Dienste eine Herberge finde, so ist es doch nur inder Ambülance."

»Ich bin schon oft und Jahre lang Euer Schiffskamerad ge-wesen," antwortete Cuffe gutmüthig, doch nicht ganz ohne die Mienedes Vorgesetzten;und Niemand kennt Eure Geschichte besser alsich. Es find nicht sowohl Eure Freunde, welche Euch im Nothfalleim Stiche ließen, als vielmehr ein gewisser Feind, dessen GesellschaftIhr niemals aufgeben wollt, obgleich er gerade denen, die ihn amliebsten haben, auch am meisten schadet."

Ja, ja, Sir das läßt sich freilich nicht läugnen, KapitänCuffe; und doch ist es ein hartes Ding, wenn man seine Tage soohne alle Hoffnung verleben soll."

Diese Worte wurden in so traurigem Tone gesprochen, daßCuffe dadurch einen tieferen Blick in Clinch'S Charakter gewann,als er seit Jahren hatte thun können und manche früheren günstigenEindrücke wurden aufs Neue in ihm angeregt. Clinch war sogareinmal sein Tischgenoffe gewesen und wenn auch Jahre einer ent-schiedenen Ungleichheit des Rangs eine Schranke in Etikette undGesinnung zwischen ihnen aufgerichtet hatten, so konnte Cuffe diesenUmstand doch niemals vergessen.

ES ist allerdings hart, wie Ihr sagt, ohne Hoffnung zuleben," erwiederte der Kapitän;aber Hoffnung sollte ja sogarnoch vor dem Tode unser Letztes sehn. Ihr dürftet Euch nur nocheinmal zusammennehmcn, Clinch, ehe Ihr Euch ganz der Verzweif-lung hingebt."

Ich erwähne der Sache nicht sowohl meinethalben, KapitänCuffe, als wegen einiger Angehörigen, die noch zu Haus am Leben