Clinch halte nach Eintritt der Dunkelheit von den Bewegungendes Luggers nichts mehr gesehen, da er sich, sobald er bemerkte,daß sein eigenes Schiff in See gegangen und er mit seiner Boots-mannschaft zurückgelafscn war, in das Dorf St. Agata zurückgezo-gen und nach einem Nachtlager umgesehen hatte. Am folgendenMorgen war er, so wie er die Fregatte südwärts entdeckte, alsbaldvom Lande gestoßen und, wie schon erzählt, nach seinem eigenenSchiffe zurückgerudert.
„Wo habt Ihr die Nacht zugebracht, Clinch?" fragte der Ka-pitän, nachdem sich Beide über das wahrscheinliche Entkommen desLuggers besprochen hatten — „doch nicht auf den Höhen und unterfreiem Himmel?"
„Auf den Höhen und unter der großen Himmelsdecke, welcheuns Beide schon so oft einhüllte, Kapitän Cuffe — nur hatte ichein gutes neapolitanisches Lehmdach zwischen ihr und meinen! Haupte.Sobald es dunkel wurde und ich bemerkte, baß die Proserpina ab-gesegelt war, entdeckte ich ein Dorf, mit Namen St. Agata, dasauf den Höhen und gerade hinter den sogenannten Sirenenfelsenliegt — dort fanden wir ein gutes Unterkommen bis zum Morgen."
„Es ist ein Glück, daß Ihr die ganze Bootsmannschaft zurück-bringt, Clinch. Ihr wißt, bei uns herrscht gerade jetzt im Punkteder Bemannung gewaltige Ebbe und unseren Burschen darf manhier herum in einem Lande, das steinerne Mauern, guten Wein undhübsche Mädchen im Ueberfluffe hat, —nicht allzu viel vertrauen."
„Ich nehme jedes Mal eine Rotte tüchtiger, zuverlässiger Burschemit mir, Kapitän Cuffe. Mir ging in diesen letzten fünf Jahrennoch nie ein Mann von einem Boote verloren."
„Da müßt Ihr wohl ein Geheimnis; besitzen, das ich gernewissen möchte, denn sogar auf den Admiralschiffen kommt'S zuweilenvor, daß einer von der Barkenmannschast durchgeht. Ihr werdetvermnthlich lauter verheirathete Bursche mitnehmen, welche ihren