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gesegelt, die Küste entlang nordwärts geradezu in den Golf vonNeapel ei'ngelaufen und zwischen Jschia und Capri in die hohe Seehinausgesteuert, wobei er eben an jenem Ankerplätze vorüberkam,welchen die drei englischen Schiffe kaum zuvor eingenommen hatten.
Als Raoul sein Schiff verlassen, hatte er befohlen, es wohlvom Lande ab und gerade so unter seinem Bratspillsegel zu halten,daß man Jschia und Capri fortwährend im Auge behielte. Da dasBratspill ein niedriges Segel ist, und ein Lugger überhaupt keinehohen Masten hat, so war dieß eines der gewöhnlichen Hülfömittel vonKreuzern dieser Art, wenn sie lästiger Beobachtung entgehen wollen.
Monsieur Pintard, Raoul'S erster Lieutenant, hatte von dem-selben Punkte aus, wo Clinch postirt worden war, ein Signal vonseinem Kommandanten erwartet; da er keines erhielt, war er »achEinbruch der Dunkelheit längs der Küste hingezogen, in der Hoffnung,den Standpunkt des Vermißten durch das Abbreunen eines blauenLichtes zu entdecken. Als auch dieses fehlschlug, war er so zeitigvom Lande abgesteuert, daß er noch vor der Wiederkehr des Tages-lichts die offene See erreichen und sodann die Morgcnbrise zurWeiterfahrt benützen konnte.
Gerade die Kühnheit dieses Manövers war es, welche den Lug-ger rettete, denn Lyon kam kaum zwanzig Minuten früher durchden Paß zwischen Capri und Campanella, ehe Pintard bloß mit ein-gesetztem Klüver- und Bratspillsegel dicht am Fuße des felsigenKapeS vorübcrzog und sich ängstlich nach einem Signale seines Ka-pitäns umschaute. Die Franzosen konnten die Kriegsschaluppe ganzdeutlich sehen und mit Hülfe ihrer Nachtgläser sogar ihren Charak-ter entdecken, hielten sie jedoch irriger Weise ^r ein anderes Schiff,das nach Sicilien oder Malta bestimmt war: ihr eigenes Fahrzeugdagegen entging jeder Beobachtung des Feindes, Dank dem kleinenSegel, das sie führten, ihrer niedrigen Tackelage und ihrer Lagein der Nähe des Landes, wodurch das Schiff eine dunkle Felsenreihezum Hintergrund erhielt.