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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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denn mir so lange er unter dem schon oben erwähnten Lösen Ein-flüsse stand, hörte er auf, gerecht und hochherzig zu sehn. Er hatteseine Vorurtheile und in manchen Fällen sogar sehr starke Vorur-theilc: so stand z. B. Amerika in seinen Augen nur um Wenigeshöher als Frankreich, der Hauptgegenstand seines Haffes. Die erstedieser Antipathien war bei ihm nicht ganz ohne Grund, denn nebender Abneigung, welche die Geschichte der cisatlantischen Republiknothwendig in ihm erzeugen mußte, hatte ihm der Zufall noch inWestindien Gelegenheit gegeben, die Betrügerei, Falschheit und Hab-gier einer gewissen Menschenklasse kennen zu lernen, welche unserenNationalcharakter eben nicht in seinem glänzendsten und anziehendstenKolorite darstellen. Dennoch war er zu'geradstnnig, um wissentlicheine Ungerechtigkeit zu unterstützen und zu ritterlich, um sogar einenAmerikaner zu unterdrücken.

Jlhuel war indeß einem Manne in die Hände gefallen, der nurwenig von den hohen Eigenschaften des Admirals aufzuweisen hatte,sich dafür aber auch von dessen hervorragenderen Schwächen fernehielt einem Manne endlich, der von eben jenem Geiste des Wett-eifers, zwischen den einzelnen Schiffen aufs Innigste beseelt war.

Winchester befolgte natürlich die erhaltenen Befehle. Er ließden Profoß in seiner Hängematte wecken, und befahl ihm, JthuelBolt auf das Quarterdeck zu bringen.

In Folge der Ereignisse von heute Morgen hat Kapitän Cuffeden Befehl gegeben. Dich, Jthuel Bolt, freizulassen und wieder inden Dienst einznreihen," begann der Premierlieutenant so laut, daßer von allen in der Nähe vernommen werden konnte.Du wirstohne Zweifel eine solche Milde zu würdigen wissen und von nun anmit um so größerem Eifer Deinem Dienste obliegen. Bergiß nie,daß Du die Raaschlinge so zu sagen schon um den Hals gehabt hast.Morgen früh soll Dir Posten und Lagerstätte angewiesen werden."

Jthuel war zu verschlagen, um in diesem Augenblicke zu ant-worten. Er sah recht gut ein, warum er diesmal der Strafe ent-