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Leinwand gehüllt, in stetigem Laufe um das niedrige Vorgebirge vonAna Capri herumkam. Das Gallion stand westwärts, mit leichterNeigung gegen Norden, und wäre südwärts davon ein Beobachterden Bewegungen der Fregatte gefolgt — was jetzt aber, so weitdas Auge reichte, nicht der Fall war — so würde er geglaubthaben, sie' steure gegen die Küste von Sardinien, höchst wahrschein-lich in der Absicht, zwischen dieser Insel und der von Korsika dieMeerenge von Bonifacio -zu passiven. Der Wind kam beinahe ausOsten und wehte dabei so lustig darauf los, daß das Schiff miteiner Geschwindigkeit hineilte, welche alle Erwartungen seines Kom-mandanten zu erfüllen versprach.
Sobald die Sonne nntergegangen war und die Finsterniß sichüber dem mittelländischen Meere lagerte, wurden die leichterenSegel eingenommen und die Proserpina machte eine Wendung gegenSüden. Außer den Gebirgen der Inseln und des Hauptlandes,den Rauchwirbeln des Vesuvs, der blauen Himmelsdecke über undder noch blaueren See unter ihnen, war die Terpsichore noch amlängsten als ein dunkler Flecken sichtbar, der dem Hauptschiffe sonahe als möglich in dessen Kielwasser folgte.
Sir Frederick saß mit seinen Freunden noch immer bei derTafel, hatte aber einen wachsamen, emsigen Premierlieutenant aufdem Verdeck, der das Schiff in jedem Nothfalle vollkommen zulenken verstand. Letzterer war bereits gehörig instruirt und befolgtedie erhaltenen Befehle mit einer Pünktlichkeit und Aufmerksamkeit,welche nichts zu wünschen übrig ließen.
Auf der Ringeltaube dagegen wurden die Leute zum Ausbesserndes alten Segelwerks angehalten, bis die Stunde des Aufbruchsherbeikam: dann fing auch dieses Schiff an, die Anker zu lichten.Zu gehöriger Zeit wurde der letzte Anker gehoben und die Scha-luppe zog, wie besohlen, durch den Paß zwischen Capri und Cam-panella, worauf Lyon seinen ersten Lieutenant in die 'Kajüte Hinab-rufen ließ.
Der Irrwisch. 26