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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Das Hab ich mir gedacht. Und als Ihr zu der Tante ausBesuch ginget, wo habt Ihr denn da den Lugger gelassen?"

Wir haben ihn gar nicht verlassen, Sir: er hatte alle Segeleingesetzt und kaum waren wir ins Boot gestiegen, als er unsverließ, wie wenn wir gleich einem Baume in trockenen Grundeingepstanzt worden wären."

Und wo geschah dieß?"

Natürlich aus der See, Kapitän Cuffe; so etwas könnte schwer-lich am Lande passtren."

Das Alles begreife ich Wohl. Ihr sagt aber, der Gefangenehabe sein Schiff verlassen, um eine Tante des jungen Frauenzim-mers zu besuchen; von dort kam er in den Golf, in der einzigenAbstcht, das Mädchen selbst aufzufinden. Nun ist dieß aber einewichtige Thatsache, da sie die Beweggründe des Gefangenen betrifftund leicht über sein Leben entscheiden kann. Wenn das Kriegsge-richt ein Urtheil fällen soll, muß es alle Thatsachen vor Augenhaben: darum sagt uns als Einleitung hiezu, wo Raoul Vvardden Lugger ließ, als er sich nach jener Landspitze begab?"

Ich glaube, Ihr habt die Geschichte nicht ganz richtig ver-standen, Kapitän Cuffe. Kapitän Rule ging eigentlich nicht aufden Berg, um die Tante, sondern vielmehr um die Nichte auf ihrerTante Schwelle zu sehen. Wenn man eine Geschichte richtig endigenwill, muß man sie zuvor auch richtig anfangen."

Monsieur Io 6ngitaino," bemerkte Raoul ruhig,ich verließden Irrwisch keine zwei Kabellängen von dem Punkte entfernt, woEncr Schiff gegenwärtig liegt; es geschah aber zur Nachtzeit, wodie Leute von Capri in Schlaf begraben waren, so daß sie nichtsvon meinemBesuche erfuhren. Ihr seht, der Lugger ist nicht mehr hier."

Und könnt Ihr diese Geschichte mit einem feierlichen Eide be-kräftigen?" fragte Cuffe, an Jthuel sich wendend, ohne zu beden-ken, wie leicht es für den Zeugen war, Alles zu bekräftigen, waser in dem erwähnten Sinne für passend hielt.