Cuffe, entging Eurem Brander und führte Euch in lustiger Jagdrings um Elba. Ich täuschte den Signor Barrofaldl und seinenFreund, den Podesta — Alles aus Liebe zu dem schönen, sittsamenMädchen, welches so eben die Kajüte verlasse» — kein andererGrund führte mich nach Porto Ferrajo oder hierher in den Golfvon Neapel — darauf habt ihr das Ehrenwort eines Franzosen!"
„Hum!" brummte Lyon. „Es muß zugegeben werden, SirFrederick, daß der Gefangene zu einer höchst preiswürdigen Fahneschwört."
Unter anderen Umständen würde dieser Einfall der National-antivathie und dem Nationalvorurtheil der übrigen Richter ein Lächelnabgenothigt haben: so aber lag in Naouls Wesen und Miene einErnst und eine Aufrichtigkeit,welche, wenn auch nicht vollen Glauben-doch wenigstens Achtung geboten. Einen solchen Mann zu bespötteln,war unmöglich und die langgehegte Feindseligkeit verstummte vorseiner feurigen, männlichen Erklärung.
„Wenn der Gefangene geneigt ist, die ganze Wahrheit anzu-erkennen, werden wir keiner weiteren Zeugen bedürfen, Herr Unter-suchungsrichter," bemerkte Cuffe. „UebrigenS ist es unsere Pflicht,Monsieur Uvard, Euch aus die möglichen Folgen aufmerksam zumachen. Bei vorliegender Untersuchung handelt ssch'S um EuerLeben, denn Euch trifft die Schuld, als ausländischer Feind, der inoffenem Kriege gegen Seine Majestät begriffen war, verkleidet anBord eines englischen Schiffes gekommen oder vielmehr mitten unterdie englische Flotte gedrungen zu seyn.
„Ich bin Franzose, Monsieur, und diene meinem Vaterlande,"gab Raoul mit Würde zur Antwort.
„Euer Recht, dem Vaterlandc zu dienen, wird Niemand be-streiten; Ihr müßt aber wissen, daß man gegen die Gesetze einergeregelten Kriegführung verstößt, wenn man die Nolle eines Spionsspielt. Ihr seyd jetzt gewarnt und werdet für Euch selbst entscheiden.Habt Ihr irgend etwas zu sagen, so werden wir Euch hören."