„Wir wollen zuvörderst zu der Beeidigung des Signor AndrenBarrofaldi schreiten," begann der Untersuchungsrichter, sobald diePräliminarien vorüber waren. „Hier ist eine katholische Bibel, Sir,und ich will Euch den Eid italienisch vorsprechen, wenn Ihr zuvordie Güte haben wollt, mich als Dolmetscher in Pflicht zu nehmen."
Dieß geschah. und sofort wurde dem Vicestatthalter in allerForm der Eid abgenommen. Dann kamen einige Fragen an denZeugen über Stand, Vaterland u. s. w-, worauf man zu den wesent-licheren Punkten des Verhörs überging.
„Signor Vicestatthalter, ist Euch der Gefangene von Personbekannt?" fragte der Untersuchungsrichter.
„8i; ich hatte die Ehre, ihn in meinem Wohnhause auf derInsel Elba zu empfangen."
„Unter welchem Namen und unter was für Umständen wurdeer Euch bekannt, Signore?"
„Ei — er nannte sich Sir SmeeS, Capitauo in Diensten desKönigs von England."
„Was für ein Schiff behauptete er zu befehligen?"
„Den Ving-y-Ving — einen Lugger, hinter welchem ich seit-dem mit gutem Grunde den Feu-Fallet, einen Kaper unter fran-zösischer Flagge, vermuthe. Monsieur war so gütig, unserer StadtPorto Ferrajo in der Eigenschaft deS Sir SmeeS zwei Besucheabzustatten."
„Und Ihr wißt nunmehr, daß dieser hier Raoul Vvard, dererwähnte franzöflsche KapeeSmaNn ist?"
„Wie? — wissen? — Ich weiß blos, daß man sagt, diesersey der Signore Vvard und der Ving-y-Ving sey der Feu-Follet."
„,Man sagt* — ist nicht genügend, Signor Barrofaldi.Könnt Ihr es nicht vermöge Eurer eigenen Bekanntschaft behaupten?"
„Nein, Signore."
Das Gerichtszimmer wurde sofort geräumt. Sobald eS wiedereröffnet wurde, schickte man nach Vito Viti; derselbe wurde darauf