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Dieß Alles geschah durch die Wachmannschaft und war unge-fähr nach fünf Minuten und eben in dem Augenblicke beendigt, alsCuffe wieder auf dem Verdecke erschien. Sobald das Segelwerkeingenommen war. wurde das Steuer backbord gestellt, das Schiffkam mit der Steuerbordseite in den Wind und das große Marssegellegte sich gegen de» Mast, so daß die Jolle, unter das Lee derFregatte und parallel mit derselben zu stehen kam.
Kaum war dieses Manöver ausgeführt, als ein Matrose raschan der Seite des Schiffs herabkletterte und in die Jolle sprang.Nachdem er dieselbe vorn und hinten visitirt halte, rief er „Allesrichlig, Sir" und trieb das Boot auf kurze Strecke von der Fre-gatte ab. Im nächsten Moment sah man die Raa- und Stag-tackeln Herabkommen: diese wurden überhalt und durch den Mannau das Boot angehackt. Der HochbootsmannSmatc pfiff auf derLaufplanke sein ,Eingehalt* und der schlaffe Theil des TackelS wurdeangezogen; dann folgte ein langgezogener Pfeifenruf, das Zeichenzum Jleberhiffen*. Das Boot, mit Allein was darauf war, erhobsich über das Wasser und wurde bis zu den Hängmattentüchern derKühl emporgezogen; dort angckommen, hielten die Stagtackeln eS fest,während die Naatackeln ,nachließen*, worauf das Boot so sachteund stätig auf der Kühl des Schiffs landete, wie wenn eS vonGlas wäre oder nicht mehr Gewicht hätte, als die Hängematteeines Matrosen.
Ghita konnte ein leises Kreischen nicht unterdrücken, als siesich in die Lust emporgezogen fühlte: dann verhüllte sie ihr Gesichtund erwartete bebend den Ausgang. Carlo Giuntotardi dagegenwurde durch die Bewegung nur ein klein wenig aus seiner gewöhn-lichen Apathie aufgerüttelt — das war Alles. Jlhuel aber dachte -alles Ernstes daran, ob er nicht ins Wasser springen und an's Landhinüberschwimmen sollte. Eine Meile weit, dachte er, könnte erschon schwimmen; aber dann war auch mit Gewißheit vorauszusehen.