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und sonders für Frankreichs geschworene Feinde ansah. In seinerjetzigen Rolle durfte er aber diese Stimmung nicht laut werdenlassen; er stellte sich also, als ob er mit der Andacht des gemeinenMannes einer Thatsache zuhöre, die von seinem Beichtvater ausging.
„Norden von Süden, Eccellenza! Monsignore weiß noch weitmehr als das, wenn man die Wahrheit sagen wollte — obwohldiese edlen Herrn vcrmuthlich mit der großen Schwäche des höchstehrwürdigen Vaters bekannt sind?"
„O nein — ich glaube. Keiner von uns hatte jemals die Ehre,in seiner Gesellschaft zu seyn. Euer Bischof ist doch sicherlich einMann der Wahrheit?"
„Wahrheit! Ja, Eccellenza, so wahr ist er, daß, wenn er mirsagte, ein Ding, das ich gesehen, habe nicht stattgefunden oderkönne nicht stattgefnnden haben — ich dem Monsignore weit eherals meinen eigenen Augen glauben würde. Aber, Signori, dieAugen sind doch auch etwas; und da der hochverehrte Vaterkeine, oder was eben so schlimm ist als keine — hat, wcnn's daraufankommt, ein Schiff auf eine halbe Meile weit zu erkennen, so kanner nicht immer genau behaupten, was er gesehen zu haben glaubt.Wenn Monsignore uns sagt, das Evangelium sey so und so, soglauben wir's Alle, denn wir wissen, daß er seiner Zeit einmallesen konnte; aber nie fällt es uns ein, bei ihpi fragen zu wollen,welchen Kurs ein Schiff halte, so lange wir noch unsere eigenengesunden Sinne haben."
„Wirb dieser Bursche uns wohl die Wahrheit sagen. Griffin?"fragte Cuffe, der durch Raoul'S List und verstellte Einfalt ziemlichglücklich getäuscht war. „Wenn dem so ist, so gingen wir ja geradeauf der falschen Fährte, wenn wir um Campanella herumstcuertcnund in den Golf von Salerno einliefen. Die Franzosen haltengegenwärtig Gaeta besetzt, und es ist sehr wahrscheinlich, daß MeisterUvard einen befreundeten Hafen in seiner Nähe behalten will!"
„Ihr vergeht, Kapitän Cuffe, daß Seine Lvrdschaft bereits