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„Zch kann den Lugger nicht sehen: unter diesen hundert Schiffenentdecke ich keine Spur von dem Deinigen!"
„Der Golf von Neapel ist weit, Ghita," erwiederte Naoullachend, „und der Irrwisch nimmt nur wenig Raum ein. Sieh —sogar jene Linienschiffe erscheinen klein, verglichen mit diesem weitenGolfe und jenen stolzen Gebirgen: Du kannst also nicht erwarten,daß mein unscheinbarer Lugger sich großartig ausnehme. Wir sindklein, meine Ghita, wenn nicht gar unbedeutend!.»
„Aber Raoul, wo so viele wachsame Augen sind, ist auch im-mer Gefahr vorhanden. Ncberdieß ist ein Lugger, wie Du mirselbst gestanden, ein ungewöhnliches Fahrzeug."
„Hier nicht, unter all' diesen Fahrzeugen aus der Levante. Sooft ich unbemerkt zu bleiben wünsche, habe ich noch immer gefunden,daß es am Besten war, wenn ich mich unter die Menge mischte,denn nur wer auf dem Dorfe wohnt, hat stets Aller Augen aufsich gerichtet. Doch von diesen Dingen wollen wir sprechen, wennwir allein sind, Ghita — jener Fischer macht sich schon bereit, unseinzunehmen.»
Mittlerweile war die Barke dem Ufer nahe gekommen, woeine kleine Jolle mit einem einzigen FischerSmanne vor Anker lag.Derselbe beobachtete sie genau, während sie näher kamen; als erRaoul erkannte, zog er seine Netze ein und schickte sich an, seinenkleinen Anker aufzuwinden.
In wenigen Minuten lagen die beiden Fahrzeuge dicht nebeneinander und jetzt erst konnte Ghita nicht ohne Schwierigkeit —Dank seiner sehr sorgfältigen Verkleidung, in dem andern Manne —Jthuel Bolt erkennen. Wenige Worte genügten, um den Amerikaner,so weit eS nothig war, mit den obwaltenden Umständen bekannt zumachen; dann trafen Alle die erforderlichen Vorkehrungen zur Abfahrt.
Die Barke, welche Raoul am Ufer getroffen und ohne langezu fragen, auch sogleich benützt hatte, wurde in der vollen Erwar-tung verankert, daß der wahre Eigenthümcr sie eines Tags schon