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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Kummer und Furcht. Daun trat sie auf den Verurtheiltcn zu undkniete mit gebeugtem Haupte zu dessen Füßen nieder.

Großvater," sprach sie stehend,Euren Segen dem KindeEures einzigen Sohnes!"

Großvater! Sohn! und sein Kind!" wiederholte DonFrancesco.Ich hatte einen Sohn, zu meiner Schande und Zer-knirschung muß ich's nun gestehen; aber er ist schon lange todt.Ich wußte nie, daß er ein Kind hinterlaffen."

Dieß ist seine Tochter, Signore," erwiederte Carlo Giunto-tardi;ihre Mutter war meine Schwester. Ihr hieltet uns damalsfür zu niedrig, um in eine so erlauchte Familie ausgenommen zuwerden und wir haben nie gewünscht, uns Euch vor Augen zustellen, bis wir dachten, daß unsere Gegenwart Euch willkommenscyn dürfte."

Und jetzt kommst Du, guter Mann, um auf Verwandtschaftmit einem verurtheilten Verbrecher Anspruch zu machen?"

Nicht so, Großvater," bat .eine milde Stimme zu seinenFüßen;es ist Eures Sohnes Tochter, die ihren sterbenden Ver-wandten um seinen Segen ansteht. Das Geschenk soll durch frommeSeelengebete reichlich vergolten werden."

Heiliger Vater! das verdiene ich nicht! Hier lebte diese zartePflanze, vergessen und im Schatten, bis sie plötzlich ihr schüchternesHaupt erhebt, um mir in der Stunde des Todes ihren Wohlgeruchzu bieten! Das habe ich nicht verdient!"

Mein Sohn, wenn der Himmel nicht eher seine Gnaden ge-währte, als bis sie verdient sind, dann wäre das Schicksal deSMenschen in der That ein hoffnungslosest Doch dürfen wir in einemsolchen Augenblicks keinen Täuschungen Zutritt gestatten. Du bistnicht vermählt, Don Francesco: hast Du jemals einen Sohn gehabt?"

Das habe ich unter anderen Sünden schon längst gebeichtet,und da ich es tief bereut habe, so hoffe ich auch, daß es Verzei-hung gefunden. Ich hatte einen Sohn der Junge trug sogar mei-