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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Prinz Caraccioli, war jetzt ein Mann nahe an den Siebzigen, undhatte als Glied eines der vornehmsten Häuser Unteritalicns langeZeit die höchsten Aemter und Kommandostellen bekleidet, lieber seinVergehen seine Vertheidigung über die ungebührliche HastLei seiner Untersuchung und Hinrichtung, so wie über die Unregelmäßig-keit des ganzen Verfahrens brauchen wir hier keine weiteren Wortezu verlieren: sein Schicksal bildet einen Theil der Weltgeschichteund ist allenthalben genügend bekannt.

Erst an diesem Morgen hatte inan ihn festgenommen und aufden Foudroyant gesendet; dort in der Kajüte jenes Schiffes warvon seinen eigenen Landsleuten ein Kriegsgericht gehalten und derGreis eiligst zum Tode verurtheilt worden. Die Stunde der Voll-streckung war nahe und er befand sich bereits auf dem Schiff, wodie Erecution stattfinden sollte.

Carlo Giuntvtardi'S Bote traf den unglücklichen Mann mit sei-nem Beichtvater allein, dem er so eben seine Beichte abgelegt hatte.Er hörte das Gesuch mit kalter Gleichgültigkeit, gewährte es aberim Augenblick, in der Meinung, es komme von einem Angehörigenseiner Familie oder seiner Besitzungen, der vielleicht um eine letzteGnade zu bitten oder eine Handlung der Gerechtigkeit zu verlangen hätte.

Bleibthier, Vater, ich ersuche Euch darum," sagte der Gefan-gene, als er bemerkte, daß der Geistliche im Begriffe war, sichzurückzuziehen;es ist vielleicht ein Laudmann oder Krämer, dessenAnsprüche übersehen wnrden. Ich bin froh, daß er gekommen ist:denn ehe man stirbt, möchte man sich gerne von jeder Ungerechtig-keit gereinigt wissen. Laßt sie nur einlreten, mein Freund."

Mit diesen Worten gab er ein Zeichen die Kajütenthüreöffnete sich und Ghita und ihr Oheim traten ein.

Eine volle Minute lang sprach Niemand: beide Thcile schauteneinander stillschweigend an: der Gefangene suchte umsonst sich derGesichter seiner Gäste zu entsinnen und das Mädchen zitterte vor