Druckschrift 
14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
244
Einzelbild herunterladen
 

anker gelegt, um das Schiff in gleicher Richtung zu erhalten, undauf diese Art zog es, wie oben schon berichtet wurde, seiner be-absichtigten Beute entgegen. Ohne Jthnel'S mißtrauischen Scharf-blick würde der Plan wohl schwerlich entdeckt worden sepn und hättesich nicht Raoul mit kaltem Muthe und rascher Besonnenheit da-zwischengeworfen, so wäre die List, trotz des schon erregten Ver-dachtes, unfehlbar gelungen.

Cuffe stand mit allen klebrigen auf dem Verdecke der Fregatteund bewachte in gespannter Erwartung den Ausgang der Sache.Sie waren kaum im Stande, die Segel der Felukke mit Hülfe einesNachtglases zu beobachten, während diese gegen den Lugger Hintriebund Velverton hatte eben gerufen, die beiden Schiffe stießen gegeneinander als auch schon die Flammen emporschlugen.

In dieser Entfernung schienen natürlich beide Schiffe eine einzigeFeuermaffc zu bilden und als der Irrwisch um hundert Schrittenäher gegen die Fregatte steuerte, während die Felukke zu brennensortfuhr, erschienen sie beide, vom Bord der Prvserpina aus gesehen,doch nur wie ein Ganzes, da sie sich mit dieser in schnurgeraderLinie befanden.

Die Engländer erwarteten jeden Augenblick, die Pulverkammerdes Luggers in die Luft fliegen zu hören und als dieß nicht geschah,mußten sie zu dem Schluffe gelangen, daß das Schiff bereits unter-gesunken seh.

Griffin selbst ruderte landeinwärts, sowohl um das Feuer desIrrwische«, an dem er vorbei gemußt hätte, zu vermeiden, als auchin der Hoffnung, den feindlichen Führer, wenn er in einem Bootezu entkommen versuchen würde, vielleicht abschneiden zu können.Er erreichte sogar, eine volle Meile von dem Ankerplätze entfernt,einen Landungspunkt in dem Flusse und wartete dort bis lange nachMitternacht, bis er endlich fand, daß sich der Himmel mit Wolkenbedeckte und die nächtliche Dunkelheit zunahm, worauf er, um jedem