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ben!" schrie Raoul, sich auf das Gangspill schwingend und seine eige-nen Waffen ergreifend. „Kommt rasch herbei, mos enkants! —hier ist Verrätherei im Spiele!"
Kanin waren diese Worte gesprochen, als Raoul schon wiederauf der Hieling des Bugspriets stand und alsbald zeigten sich fünfoder sechs seiner muntersten Leute auf dem Verdeck.
In diesem kurzen Zeiträume war die Felukke bis auf achtzigSchritte herangekommen, worauf sie zur Verwunderung Aller aufdem Lugger abermals in den Wind lüfte und gegen den Kapertrieb, bis sie offenbar dicht über dessen Kabeltaue lag: ihr Spiegeldrehte sich rund herum und stand dem Steuerbordbng des Luggersgerade gegenüber.
Im selben Augenblicke, da beide Schiffe eben in wirkliche Be-rührung mit einander kamen und Raouls Leute sich um ihn dräng-ten, um dem erwarteten Angriffe zu begegnen, hörte man denSchall von Rudern, die gleichsam, als gälte es Leben oder Tod, ge-handhabt wurden und aus der offenen Lucke des Küstenfahrersschlugen Flammen empor. Bald darauf sah man bei der Glut desBrandes ein Boot in gleicher Linie mit dem Rumpfe dahingleiten.
„Vn brülot! — Vn brülat! — Ein Brander!" riefen zwanzigStimmen zusammen: das Entsetzen, das sich in diesem Rufe aus-sprach, verkündete die Größe der Gefahr, welche vielleicht unter allen,welche den Seemann betreffen können, die furchtbarste ist.
Unter diesen Stimmen war aber die von Raoul Dvard nichtzu vernehmen. Zn dem Augenblicke, da sein Auge die ersten Strahlender Flammen erblickte, war er von dem Bugspriet verschwunden.Doch nach einer Abwesenheit von etwa zwanzig Sekunden sah manihn auf dem Hackbord der Felukke mit einer Rustleine auf derSchulter, die er auf dem Vorkastell gefunden hatte.
„Antoine! — Francois! — Grcgvire!" — rief er mit einerDonnerstimme — „folgt mir! — Die Andern schaffen das Kabelweg und knüpfen eine Halse an das obere Ende!"