während es doch im Wasser nicht weiter vorrückt. Der letztereUmstand kommt mir bei einem Schiffe, das in einer solchen Brisealle Segel eingesetzt hat, ziemlich unnatürlich vor."
Naoul drückte Güita oie Hand und bat sie flüsternd, in dieKajüte hinab zu gehen, da er fürchtete, daß die Nachtlust ihrschaden könnte. Dann begab er sich nach vorn, wo er die am Landhinziehende Felukke, so gut es die Dunkelheit der Nacht erlaubte,- beobachten konnte. Als er bemerkte, wie nahe sie dem Lugger ge-kommen war, konnte er ein Gefühl der Unruhe nicht unterdrücken.
Das letzte Mal, als er die Stellung der Felukke beobachtethatte, war sie noch eine volle halbe Meile entfernt gewesen; damalsschien es, als ob sie an dem Irrwisch vorübersegeln wollte und derWind war stark genug, um sie in der Zwischenzeit eine gute Meilevorwärts zu treiben — dennoch mußte er jetzt bemerken, daß sienicht so wohl in dieser Richtung gesteuert, als vielmehr währenddieser Zeit dem Lugger sich genähert hatte.
„Hast Du sie lange beobachtet?" fragte er Den aus New-hampshire.
„Von dem Augenblicke an, da sie still zu stehen schien, unddieß ist etwa zwanzig Minuten. Sie muß vermuthlich recht schwer-fällig seyn, denn sie braucht mehrere Stunden, um eine Meile zu-rückzulegen, und doch ist der Wind so stark, daß ein solches Fahr-zeug recht gut seine drei Knoten machen könnte. Daß es auf dieseArt gegen uns yerankommt, ist leicht zu erklären, denn von demFlusse geht eine bedeutende Strömung aus, wie Ihr an dem Kräuselndes Wassers unter unserem eigenen Brustholze bemerken könnt:aber ich sehe nicht, was das Schiff zu gleicher Zeit am Borwärts-steuern hindern sollte. Ich habe den Burschen vor wenigstens einerViertelstunde an dem Punkte dort ins Auge gefaßt, wo Ihr amFuße des nächsten Gebirges jenes Licht bemerkt und er ist seitdemnicht fünfmal so weit vorgerückt als seine eigene Länge beträgt."
„Bei all' dem ist er doch nichts weiter als ein korsikanischer