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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Alks zu sehen und zu kennen, ohne an einen Gott zu glauben unddie Kleinheit unseres eigenen Wesens zu fühlen?"

Ich läugne ja nicht, Ghita, daß eine Macht über uns ist,welche dieses Alles lenkt und regiert ich behaupte nur, daß dieseMacht der reine Gedanke, nicht ein Wesen von unserer Form undGestalt, daß es weit eher der Urgrund aller Dinge, als eine Gottheit ist."

Wer hat denn gesagt, daß Gott ein Wesen von unserer Formund Gestalt sey, Naoul? Niemand weiß es ja Niemand kanneS wissen; Keiner wird es behaupten, der seinen Schöpfer, sowie er sollte, verehrt und anbetet."

Sagen nicht eure Priester, der Mensch sey nach seinem Eben-bilde erschaffen worden? und heißt dieß nicht uns Fleisch und Blutvon Ihm beimeffcn?"

Nein, nicht so, theurer Raoul nur nach dem Ebenbildeseines Geistes. Der Mensch hat eine Seele, welche, wenn auchnur in geringem Grade,- ein Ausfluß des unvergänglichen WesensGottes ist und in sofern trägt er allerdings Sein Ebenbild an sich.Mehr als dieses hat Keiner je zu behaupten gewagt. Welch einWesen muß Er aber scyn der Herr und Schöpfer dieser glän-zenden Welten!"

Ghita, Du kennst die Art und Weise, wie ich von diesenSachen denke und ebenso ist Dir auch bekannt, daß ich Dein zar-tes Gemüth nicht durch das leiseste Wörtchen betrüben oder ver-wunden möchte."

Nein, Naoul, nicht Deine Art zu denken, nur dieMeise, in der Du sprichst, ist es, .welche diesen Unterschied zwi-schen uns begründet. Wer überhaupt denkt, kann niemals zwei-feln, daß ein Schöpfer und Herr des Weltalls ein Wesen eri-stirt, das über Alles im Himmel und auf Erden erhaben ist."

Ein höchster Gedanke, ja, wenn Du so willst, Ghita; einwirkliches Wesen aber das müßtest Dn noch beweisen. Daßein mächtiger Gedanke eristirt, der all' diese Planeten in Bewegung