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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Zehntes Kapitel.

Ein himmlischer Gedanke ist'S, daß MenschenmachtDen Weg kann finden durch die Wasserwnste,

Die pfadlose; daß auch der Winde Schaar

Des großen Gottes fefsellose Diener

Ihm ihre «»gezähmten Schwingen leih'«, ihn tragenIn ferne Himmelsstriche.

Ware.

Ghita'S Lage am Bord des Luggers war während des heftigenKampfes, den wir oben erzählten, so unerfreulich, als man sich nurimmer denken kann. Zum Glück dauerte der Kampf für sie nichtallzulange, denn Raoul hatte ihr bis zu dem Augenblick, da derIrrwisch sein Feuer begann, jede frühere Gefahr verhehlt. Zwarhatte sie die Kanonade zwischen der Felukke und den Booten wohlvernommen, doch hatte man ihr gesagt, der Kaper sey bei jenerAsfaire durchaus nicht bethciligt, und da ihr in der Kajüte dasFeuern sehr entfernt vorkam, so hatte sie sich auch leicht täuschenlassen. Während das eigentliche Gefecht vor sich ging, lag sie anihres Oheims Seite auf denKnieen; sobald dasselbe aber aufgehorthatte, erschien sie auf dem Verdeck, um Naoul, wie schon erzähltwurde, um Schonung der Flüchtigen anzuflehen.

Jetzt aber war die Scene durchaus verändert. Der Luggerwar jeder bedeutenderen Beschädigung glücklich entronnen; sein Ver-deck war nicht mit Blut befleckt und sein Sieg so vollständig, alser sich selbst nur immer wünschen konnte. Zu all' diesen Vortheilenkam noch, daß dieser Ausgang jede Besorgniß vor einem Boots-angriffe während der Windstille der einzigen denkbaren Gefahr,welche Raoul von Seiten der Fregatte zu drohen schien abge-wendet hatte, denn es war doch höchst unwahrscheinlich, daß Leute,welche kaum zuvor bei einem so wohl maskirten Unternehmenso schlimm weggekommen waren, noch während sie an der letztenSchlappe bluteten ihren Versuch erneuern würden. Affairen dieser