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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Der Irrwisch hatte keinen Schaden genommen» der der RedeWerth gewesen wäre: die Engländer dagegen zählten nicht wenigerals zwölf Todte und Verwundete. Unter den Letzteren war Win-chester selbst und da er sah, daß jeder fernere Vorthcil, der nocherkämpft werden mochte, .vornehmlich seinem Untergebenen zu gutkommen mußte, so machte ihn seine Wunde um so abgeneigter, einenKampf fortzusetzen, der auch so schon beinahe hoffnungslos war.

Anders dagegen gestaltete sich die Sache bei Raoul Uvard.Da er bemerkte, daß die Fregatte so gut wie er selbst die Brisebenützte und sich in der Richtung der Kämpfenden hinstahl, so beschloßer, für die Kühnheit des feindlichen Versuchs volle Rache zu nehmenund dann erst die weitere Fahrt anzutreten.

Demgemäß begann der Lugger, durch den Wind zu wendenund fuhr an der Luvseite der Felukke vorüber, indem er beim Vor-übersegeln ein nahes, mörderisches Feuer auf dieselbe richtete. An-fangs wurde dieses Feuer erwiedert; bald aber hörte aller Wider-stand auf und als der Irrwisch eine Strecke weit luvwärts an seinemGegner vorbei war, sah man, wie die Engländer ihre Felukke bisauf den letzten Mann verließen, indem sie auch ihre Verwundetenmit sich nahmen. Die Boote ruderten mitten durch den Pulver-dampf der Bai entgegen, so daß ihre Richtung der des Lugger-gerade entgegengesetzt war.

Es wäre für die Franzosen ein Leichtes gewesen, die Flücht-linge cinzuholen, sie in den Grund zu bohren oder bis auf denletzten Mann gefangen zu nehmen; aber in Raoul Vvard'S Cha-rakter war ein Zug edler. Ritterlichkeit vorherrschend und er erklärte,daß er seinen Vortheil nicht weiter versolgen werde, da der Feindfeine Kriegslist so gut ersonnen und mit so viel Kühnheit durchge-sührt habe. Vielleicht mochte zu diesem Entschlüsse wohl auch derUmstand beigetragen haben, daß Ghita auf dem Verdeck erschienenwar und ihn um Mitleid angefleht hatte; wenigstens durfte von

Der Irrwisch. IS