getäuscht, der Gcfangennehmung der Fclukke zuvorkommcn und sieals Freund in Schutz nehmen wolle.
Raoul verstand aber seine Sache weit besser, als man nachdiesem Scheinmanöver vermuthen könnte. Den Lugger brachte erin eine Linie mit der Divina Providenza und den Booten, weitererstlich in dieser Stellung voraussichtlich am wenigsten von demFeuer der letzteren zu leiden hatte, denn er wußte jetzt recht gut,daß alle ihre Kugeln absichtlich so hoch gingen, um z keinenSchaden anzurichten — dann wollte er auch die beiden feindlichenPartkien in die Schußlinie seiner eigenen Kanonen bringen.
Mittlerweile wurden auf der Felukke wie auf den Booten nichtnur die Karronadensalven fortgesetzt, sondern auf beiden Seitenbegann nun auch ein lebhaftes Musketenfeuer. Die Providenzastand jetzt nur noch hundert Schritte von dem Irrwisch entferntund wurde wenigstens dem Anscheine nach von ihren Gegnern sehrheftig bedrängt. Da auch keine Spur von Wind vorhanden war(das leichte Lüftchen, das bisher noch geweht, war von der Er-schütterung des Kanonendonners förmlich erdrückt worden), so hattesich die See in kurzer Zeit mit Rauch bedeckt und auf der Felukkebesonders war der Pulverdampf auf den Decks und um die Spierenstärker als gewöhnlich, denn ihr Kommandant ließ absichtlich zudiesem Zweck auf den verschiedenen Theilen des Schiffs bedeutendeQuantitäten Pulvers losbrennen. Auch bemerkte Jthuel trotz dieserRauchwolke, daß die Bemannung der Divina Providenza mitten inder Nerwirrung des Kampfes an Zahl eher zu- als abnahm, dennbald wurden vier Ruder an ihrem Borde eingesetzt, jedes mit dreiMatrosen bemannt und überdieß sah man auf Augenblicke nochzwanzig Andere i» dem Pulverdampse hin- und herrennen und hörtesie in einer Sprache rufen, die eigentlich italienisch scyn sollte, inJthnels geübten Ohren aber weit mehr wie verdorbenes Englisch klang.
Die Felukke war keine fünfzig Schritte mehr entfernt, als diesesGeschrei am lautesten ertönte. Die Entscheidung war nun ganz