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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Seite
172
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Bei diesem Anblicke lachte Raoul und befahl, das große Segeleinzureffen. Eine halbe Stunde später ließ er das Vormarssegelanfgeien und das Bratspillsegel flach einsetzen: das Steuer wurdehart niedergestellt und die Leinwand am Klüver windwärts gehalt.

Dieser Befehl wurde ausgeführt, während eben über die Bergevon Radicvfani und Aquapendente der Tag hereinbrach. Um dieseZeit lag der Irrwisch etwa eine Meile westwärts von dem Borge-birge, der tiefen Bai gerade gegenüber, die sich, wie wir schon obenerwähnten, von der Stadt aus betrachtet, in dieser Richtung befand.Natürlich war der Lugger schon längst außer dem Bereiche derLandbatterien; aber der bisherige Nachtwind hatte mittlerweile auchaufgehört und es halte allen Anschein, als ob mit dem Morgeneine Windstille eintreten würde.

Darin lag um diese Jahreszeit gerade nichts Außergewöhn-liches, denn die herrschenden Südwinde waren in der Regel nurleicht und von kurzer Dauer, wenn sie nicht von einem Sturmebegleitet wnrden. Die Brise ans Süden erhob sich nun allerdingsmit dem Aufgang der Sonne, war aber so schwach, daß sie kaumnoch den kleinen Lugger vorwärts zu treiben vermochte, der seinGallion gegen Südwesten gestellt hatte.

Die Prvserpina steuerte in ihrem bisherigen Kurse weiter, bisder Tag so weit vorgerückt war, daß ihre Ausgucker den Irrwischendlich entdeckten, der, mit eingesetztem Klüver- und Bratspillsegelungefähr anderthalb Meilen westwärts stehend, ihr gleichsam Trotzzu bieten schien. Dieser Anblick verursachte große Bewegung aufder Fregatte; selbst die Wache auf dem Unterdeck stieg auf dieSchanze empor, um ein Fahrzeug zu betrachten, das sich durch dieGeschicklichkeit, womit es bis jetzt der Verfolgung aller englischenKreuzer in diesem Theile des Meeres entgangen war, so berüch-tigt gemacht hatte.

Wenige Minuten später kam auch Griffin mit trüber, getäuschterMiene an Bord. Der erste Blick, den er auf die GesichtSzüge seine«