einmal gewiß wüßten, daß cs wirklich ein Feind ist," erwiederte derMcestatthalter nicht ohne einigen Stolz und Hochmuth in seinemWesen; „überzeugt uns von dieser Thatsache und wir bohren denLugger im nächsten Augenblicke in den Grund."
„Das ist's gerade, Signore, was wir nicht gerne geschehenlassen möchten," antwortete der Lieutenant ernsthaft. „Nach denVorgängen des heutigen Morgens hielt es Kapitän Cuffe für wahr-scheinlich, daß Monsieur Board aus einem Grunde, der ihm selbstwohl am besten bekannt sehn wird, sobald er uns los wäre, wiederhierher zurückkehren oder, da er sich gerade auf der Südseite derInsel befand, in Porto Lungone einlaiifen würde. Hätte ich ihnalso hier nicht getroffen, so war ich angewiesen, ein Pferd zu nehmenund nach dem andern Platze zu reiten, um dort meine Anstalten zutreffen. Wir wünschen den Lugger unter jeder Bedingung in dieHände zu bekommen, denn er ist bei ruhiger See der erste Schnell-segler im ganzen Mittelmeere und könnte uns die herrlichsten Diensteleisten. Bei starkem Winde würde er's freilich nicht wohl mit derProserpina aufnehmen können; bei mäßigem Luftzüge aber machter immer seine sechs Schritte, bis wir deren fünfe vor uns bringen.Wenn Ihr nun Eure Batterien gegen ihn eröffnet, so wird er ent-weder entwischen oder, untersinken, denn Raoul Board ist nicht derMann, der einer Stadt gegenüber die Waffen streckt. Darum ver-lange ich gar nichts von Euch, als daß ich der Fregatte, sobald flcsich nähert, meine Nachtstgnale geben darf, worauf ich mich bereitsvorgesehen habe; Ihr selbst aber sollt den Franzmann, falls er ab-segeln will, mit allen möglichen Formalitäten und Chikanen wenig-stens bis Morgen früh aufhalten. Das klebrige wollen wir dannauf uns nehmen."
„Ich glaube kaum, daß wir eine Abfahrt des Luggers noch indieser Nacht zn fürchten haben, Herr Lieutenant, denn sein Kom-mandant ließ als seine Absicht verlauten, mehrere Tage hier zuverweilen, und gerade diese seine Zuversicht und Sorglosigkeit