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dringenden Nothfalle handeln magst — Du bist dvch zu ehrlich,um auf die"Länge zu täuschen."
„Warum? — Doch gleich viel. Dieser Andrea Barrofaldiund jener Vito Viti werden eines Tags das Warum schon ein-sehen. — Jetzt aber an unser Geschäft. Ghita, da der Irrwischdie Bai von Porto Ferrajo doch nicht auf ewig zieren kann."
„Wahr." fiel das Mädchen ein; „ich bin ja auch aus keinemanderen Grunde gekommen, als um Dir das Nämliche zu sagen.Mein theurer Oheim ist angekommen und beabsichtigt, mit der erstenFelnkke nach den Thürmen unter Segel zu gehen."
„In der That? — Nun. stehst Du, dieser Umstand trägt mehrdazu bei, mich an eine Vorsehung glauben zu lassen, als all dasPredigen von sämmtlichen Kuttenträgern in Italien. Da kann derLugger die Stelle, der Felukke einnehmen und wir können noch heuteNacht absegeln. Meine Kajüte steht ganz zu Deinen Diensten,und wenn Dein Oheim Dir als Beschützer zur Seite steht, so kanngewiß keine Lästerzunge an diesem Schritte etwas aussetzen."
Ghita hatte, nm die Wahrheit zu gestehen, dieses Anerbietenerwartet, würde aber jedenfalls, so angenehm es ihr auch war,Schicklichkeitshalber den Antrag abgelehnt haben, wenn nicht einwichtiger Umstand dafür gesprochen hätte — nämlich der. daß Paoulauf diese Art am Besten aus einem feindlichen Hafen fortgeschafftund in so fern auch von der dringendsten Gefahr befreit werdenkonnte. Für ein so innig liebendes Wesen, wie sie, war dies einGegenstand, für den sie wohl viel größere Opfer, selbst wenn derSchein noch weit mehr gegen sie gewesen wäre — hätte bringen können.
UedrigenS möchten wir dem Leser keine falsche Meinung überdie Lebensansichten und die Erziehungsweise des Mädchens beibringen.Obgleich letztere in vieler Beziehung weit besser gewesen war,als die meisten Mädchen ihres Standes sie gewöhnlich erhielte», sowaren erster- dennoch einfach und ganz ihrer Stellung. sowie denGebräuchen ihres Landes angepaßt. Sic war nicht in jener stren-