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zu lassen — es war nicht seine Gewohnheit, Seefahrer so niederenRanges in ihrem Treiben zu belästigen. Dagegen kam aber in diesemAugenblicke eine Felukke, von Norden her, um das Vorgebirge herum-gesegelt und mit ihr beschloß er, sobald er wieder in den Hafen zu-rückgekehrt wäre, sich in Verbindung zu setzen, um zu erfahren, obsie etwa auf die Fregatte gestoßen sey.
Eben als er zu diesem Entschlüsse gelangt war, trat der Po-dest» aus dem Palast, um ihn zu seinem Freunde zu führen.
Es ist nicht nöthig, das Gespräch, das nunmehr folgte, de»Weiteren wieder zu geben. Es bezog sich mehr aufLitteratur undallgemeine Gegenstände, als auf irgend Etwas, was mit unsererErzählung in Verbindung gestanden wäre, und der würdige Vice-statthalter schien geneigt, die Freimüthigkeit des jungen Seemannesdadurch zu belohnen, daß er ihm so viel Belehrung, als Zeit undUmstände nur immer erlauben wollten, zu Theil werden ließ.
Raoul ließ sich dieß Alles recht gerne gefallen und wartetegeduldig, bis der Tag zu Ende ginge, wo er dann mit voller Zu-versicht darauf rechnete, Ghita abermals auf der Promenade zutreffen. Da er nun einmal entdeckt hatte, wie er mit Schüchternheitweit sicherer als mit Anmaßung durchkommcn würde, so fand erseine Aufgabe, den Betrug weiter durchzuführen, vcrhältnißmäßigleicht: er durfte den Vicestatthalter nur ganz seinen eigenen Weggehen lassen, um diesen würdigen Beamten dahin zu bringen, daßer nicht nur seiner vorgegebenen Nationalität vollen Glauben schenkte,sondern sich auch überredete, „Signor SmeeS" sey ein junger Mann,der sogar mehr Gelehrsamkeit besitze, als er im Anfang vermuthet hatte.
Auf diese eben so einfache als natürliche Weise gelang es Raoulin den nächsten paar Stunden, größere Fortschritte in Andrea Bar-rofaldi's Gunst zu machen, als sonst wohl in einem Jahre geschehenwäre, wenn er seine eigene Kenntniß und Belesenheit als Autoritäthätte geltend machen wollen.
Aus der Zeit, welche der Vieestatihaller so freigebig auf diese