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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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und Häfen vor sich, wo ein Schiff von seiner Größe in solcher Be-drängniß leicht Zuflucht finden konnte. Nachdem er sich also nacheinem abermaligen halbstündigen Wettlauf unter der vollen Gewaltder Brise von der Fruchtlosigkeit fernerer Verfolgung überzeugt hatte,ließ dieser erfahrene Offizier das Steuerruder der Proserpina bei-drehen, die Raaen ins Kreuz braßen und das Gallion nach Nordenwenden, indem er seinen Kurs scheinbar nach Livorno oder dem Golfevon Genua nahm.

Eben als die Fregatte diese Aenderung in ihrem Kurse vor-nahm, war der Lugger, der einige Zeit zuvor geviert hatte, geradeauf dem Punkte, hinter der westlichen Spitze von Elba zu verschwin-den; balv hatte er sich ganz aus dem Gesichtskreise verloren, indemer alle Aussicht zu haben schien, ungehindert um das Borgebirgeherum zu kommen, ohne nochmals wenden zu müssen.

Es war nicht mehr als natürlich, daß eine solche Jagd, aneinem so abgelegenen und gewöhnlich so ruhigen Orte, wie PortoFerrajo einige Bewegung Hervorrufen mußte. Von den jun-gen Müßiggängern der Garnison stiegen einige zu Pferd und galop-pirten über die Anhöhen, um das Resultat des Wettlaufs zu beob-achten; die Berge im Innersten hatten zwar durchaus keine regel-mäßigen Straße», sie waren aber doch durch brauchbare Saumpfadedurchschnitten.

Wer in der Stadt zurückblieb, war natürlich keineswegs geneigt,einen so günstigen Gegenstand der Unterhaltung nur so ohne Wei-teres wieder entschwinden zu lassen, bloS weil eS etwa an Lust zumPlaudern gefehlt hätte. In der That wurde an diesem Tage fastvon Nichts anderem, als von dem gedrohten Angriffe der republika-nische» Fregatte und dem glücklichen Entkommen des Luggers gespro-chen. Doch waren Viele in ihrem Urtheile immer noch zweifelhaft,denn jede Frage hat ihre zwei Seiten, und so gab es allerdingsStoff genug, um die DiScussion höchst lebendig und die Beweis-führungen äußerst scharfsinnig zu machen.