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davon zu verstehen, in neue Viva'S ausbrach und Alle rings umihn her zu gleichem Rufe ermunterte, glitt der Lugger, statt in de»Hafen einzulaufen, ganz dicht an dessen Außenseite vorüber.
So vollständig war Jedermann durch dieses Manöver über-rascht, daß man eS im Anfang für ein Mißverständniß, einen un-glücklichen Zufall oder für ein Versehen des Steuermannes hieltund manche von den Zuschauern ihr Bedauern darüber äußerten,daß die Fregatte eS nun vielleicht in ihrer Gewalt habe, sich diesenUnfall zu Nutze zu machen. Das Flattern der Leinwand zeigteübrigens, daß man auf dem Lugger keine Zeit verloren hatte undim nächsten Augenblicke sah man den Irrwisch mit vollen Segelnan einer Lücke zwischen den Waarenhäusern vorüberschießen.
In diesem Augenblicke vierte die Fregatte und schwenkte mitdem Gallion westwärts. Sie hatte Alles gesehen, was vorgegange»war, hatte sich aber, eben so wie alle klebrigen, täuschen lassen inder Meinung, der Lugger wolle dem Hafen zusteuern. Der Englän-der war aber in der Absicht, die Bai recht genau zu durchstöbern,bereits so weit gegen das östliche Ufer hinausgesteuert, daß er jetztzwei «olle Meilen entfernt war, und da der Lugger, indem er dasVorgebirge umsegelte, dicht am Fuße der Felsen hinsteuerte, um demFeuer der oberhalb befindlichen Batterien zu entgehen, so hatte erin weniger als fünf Minuten seinen Feind auf eben diese Entfernunghinter sich.
Dieß war übrigens noch nicht AlleS: denn ein Feuer von derFregatte wäre in diesem Augenblicke eben so nutzlos als gefährlich ge-wesen, da der Lugger die Jagdkanonen seines Feindes und denPalast des Statthalters fast in gerader Linie hinter sich hatte. Soblieb der Fregatte also nichts übrig, als was man sprüchwörtlicheine „Sternjagd" d. h. eine „lange Jagd", zu nennen Pflegt.
Alles das, was wir so eben erzählt, mochte ungefähr zehnMinuten Zeit erfordert haben; doch erhielten Andrea Barrofaldi undseine Nathgeber die Nachricht immer noch so zeitig, daß sie auf das