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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Seite
125
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Ringe befestigt worden, scheinbar in der Absicht, um das Schiffin den Hafen selbst hereinzuhalen. Ebenso bemerkte er, daß derBugsirankcr, woran der Irrwisch befestigt war, nach dem Ausdruckder Seeleuteunter seinem Fuße lag", oder daß das Kabeltaunahezuauf und nieder" stand.

Mit einem Winke der Hand ertheilte er einen neuen Befehlund sah alsbald, wie seine Leute den Bugsirankcr aus der Tiefeholten. Bis er das Verdeck seines Luggers betrat, war der Ankerbereits gelichtet und ansgestaut und nichts hielt das Schiff zurück,als die Leine, welche am Quai festgemacht war.

Hundert Hände zogen an dieser Leine und der Lugger nähertesich rasch der Stelle, wo er sich Sicherheit versprechen konnte.Durch einen eigenen Kunstgriff verhinderte Raonl aber, daß er nichtin die Mündung des Hafens einlief. Die Leine war nämlich hintenan dem Backbordkrahnbalken befestigt ein Umstand, wonach derLugger nothwendig in der entgegengesetzten Richtung, d. h. gegendie östliche Seite des Eingangs gieren mußte.

Wenn der Leser sich erinnert, daß der Hafen nur in sehr klei-nem Maaßstabe erbaut und der Eingang kaum breiter als hundertFuß war, so wird er die Lage der Dinge um so besser verstehen.Um die angefangene Bewegung scheinbar noch zu unterstützen, warzu gleicher Zeit das Bratspillsegel auSgcsetzt worden, so daß derLugger, da der Wind von Süden, also gerade von hinten kam, inraschem, graziösem Laufe dahinzog.

Als derselbe dem Eingänge näher kam, wurde die Leine einige-mal umschlungen, so daß das Schiff mil der Geschwindigkeit vondrei bis vier Knoten in der Stunde dahinschoß und seine Büge geradegegen die Spitze des Hafendammes anzurennen drohten.

Ein solcher Mißgriff lag aber keineswegs in Raoul UvardSAbsicht. Die Leine wurde im rechten Augenblicke gekappt, dasSteuer so gestellt, daß das Gallion steuerbord zu stehen kam undeben als Vilo Viti, der Alles mitansah, ohne auch nur die Hälfte