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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
90
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Absichten nur schlecht, wenn Ihr eine solche Frage an mich richtenkönnt. Ich diene dem König von England, um ihn einst dafür be-zahlen zu lassen. Wenn Ihr über einen Menschen einen Voriheilgewinnen wollt, müßt Ihr ihn erst zu Eurem Schuldner machen;dann erst könnt Ihr auf die sicherste und vortheilhafteste Weise EurenWillen an ihm vollziehen."

Das Alles war für den Vicestatthalter unverständlich, der end-lich nach einigen weiteren Fragen und Antworten sich höflich von denFremden verabschiedete und Benedetta durch einen Wink bedeutete,daß dieselben ihm nicht wieder nach dem erst vorhin verlassenenZimmer folgen dürften.

Jthuel kam das Verschwinden der beiden Herren gar nicht un-gelegen; doch merkte er wohl, daß es nicht gerathen sehn möchtenoch mehr Wein zu trinken; er bezahlte daher seine Rechnung undstolperte mit seinem Begleiter auf die Straße.

Eine Stunde später waren die drei Tabackfäßchen im Besitzeeines am Platze ansäßigen Kaufmanns: ein so kurzer Zwischenraumgenügte dem Manne vollkommen, um einen Handel abzuschließcnund die besagten Gegenstände abzuliefern was der eigentlicheZweck seiner Landung gewesen war.

Dieses kleine Schmuggelgeschäft ging übrigens ganz ohne WissenRaoul Vvards vor sich, denn dieser war im Ganzen immer Kapitäneines eigenen Luggers und zeigte in seinem Charakter, neben allerleiGebräuchen und Grundsätzen, welche keine sehr hohen Gesinnungenzu versprechen schienen, doch auch wieder manche Züge ritterlicherEhrenhaftigkeit. Indes war dieser Mangel an Geneigtheit, sichauf seine Weise einen Heller Geld zu verdienen nicht der einzigeunterscheidende Zug in dem Charakter des Schisfskommandantenund jenes Mannes, dessen er sich gelegentlich zur MaSkirung seinerwahre» Absichten bediente.