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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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trachte Dir nur einmal das Tackel- und Segelwcrk dieses Fahr-zeugs! Heilige Maria! Ich könnte euch ja in Marseille sogarden Laden des Segelmachers zeigen, der dieses Folksegel zusammen-gestoppt hat. Er heißt Pierre Benoit und ist ein sehr tüchtigerHandwerker, wie mir Alle, welche je seiner Dienste bedurft, be-zeugen werden."

Diese letzte Behauptung machte die Sache allerdings höchstwahrscheinlich, denn wie oft muß der gewöhnliche Verstand denUmständen weichen, die nur allzu häufig selbst eingebildeten That-sachen Wahrscheinlichkeit verleihen. Tommaso Tonti war zwar, wardie Hauptsache nämlich den Charakter ihres Besuches betras,ganz auf der rechten Spur; mit dem Segel Hatto er aber dennochUnrecht, denn der Irrwisch war zu Nantes gebaut, ausgerüstet undbemannt worden und Pierre Benoit hatte weder das Schiff nochsein Focksegel jemals gesehen. Im Ganzen machte dieß übrigen»bei der gegenwärtigen Verhandlung keinen Unterschied, denn warder Segelmacher einmal wirklich ein Franzose, so war der eine offenbarso gut wie der andere.

HabtIhr dieß dem Podesta auch bemerklich gemacht?" fragteBenedetta, welche, die leere Flasche in der Hand, dem Gespräche zuhörte;ich sollte meinen, das müßte ihm doch die Augen geöffnet haben."

Ich kann nicht sagen, daß ich es that; ich sagte ihm aberso viele andere, noch wichtigere Dinge, daß er auch diesem Umstande,wenn er ihn vernimmt, vollen Glauben schenken muß. Signor Vitiversprach, mich nach seiner Unterredung mit dem Vicestatthalterhier aussuchen zu wollen; wir können ihn jetzt mit jeder Minuteerwarten."

Der Signor Podesta soll willkommen seyn," rief Benedetta,indem sie einen Tisch abwischte und das ganze Zimmer etwas besserwie gewöhnlich aufzuräumen suchte;er mag größere Gasthöfe alsden meinigen besuchen bessern Wein aber als hier wird er kaumsonst wo finden!"