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mochte — kurz der Kranz über der Thüre wurde eben so oft wiederdurch einen neuen ersetzt, als die Blatter des alten verwelkt waren.Es war überhaupt unter ihren Gästen zur stehenden Redensartgeworden, daß ihr Kranz immer so frisch wie ihr Gesicht sey,und daß letzteres z» den hübschesten auf der ganzen Insel gehöre —ein Umstand, der schon mancher Flasche schlechten Weines einenKäufer verschafft hatte.
Benedetta genoß eines ziemlich guten Rufes, war aber nichtsdesto weniger — wenn man dieß auch öfter fühlte als aussprach —eine unverbesserliche Kokette. 'Maso besonders war aus zweierleiGründen bei ihr beliebt, weil er nämlich, wenn auch alt und nichtsweniger als anziehend von Person, doch unter seinen Genossen einigeder hübschesten Matrosen des Hafens mit sich brachte — weil ernicht nur seine volle Portion trank, sondern sie auch jedesmal pünkt-lich bezahlte. Aus diesen beiden Gründen sah sich der Lootse beider galanten Illarin äexli Venti * — wie ihr Haus, obwohl esaußer jenem oft erneuerten Wcinkranze kein anderes Zeichen auf-zuweisen hatte, genannt wurde — fortwährend als willkommenerGast ausgenommen.
In dem nämlichen Augenblicke, da Raoul Dvard und Ghitaauf dem Hügel von einander Abschied nahmen, saß 'Maso in Vcne-detta'S oberem Stübchen an seinem gewohnten Platze; durch'S Fensterhatte er, so weit es nämlich die'Dunkelheit erlaubte, die volle Aus-sicht auf den Lugger, der ungefähr auf eine Kabellänge Entfernungund nach der Seemannssprache „dwarS ab" jh,n gegenüber vorAnker lag. Er hatte bei dieser Gelegenheit absichtlich das obereZimmer und nur drei Tischkameraden gewählt, weil er seine Rath-schläge gerade nur so vielen Begünstigten zu Ohren kommen lassenwollte, als ihm der innere Drang, seiner Erfahrung gehuldigt zusehen, wünschenSwerth machen mochte. Die Gesellschaft war seit
' Maria, Schutzpatron!» der Winde.
" Nach der Richtung des mittleren Balkens.
D. U.D. U.