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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Vertrauen die Grundlage des Verfahrens bilden, ohne daß von einerAnmaßung, und noch weniger von Bemerkungen darüber die Redegewesen wäre.

Er bekleidete sein Amt nun schon seit zehn Jahren und hattewährend dieser Zeit eine ausnehmende Geschicklichkeit in Ausübungder gewöhnlichen Dienstverrichtungen seines Postens erlangt, dessenPflichten er stets mit Treue und Eifer nachkam. Doch war er dabeiseinen geliebten Büchern keineswegs untreu geworden und ebenin dem Augenblick, mit dem wir die folgende Scene eröffnen, hatteSignor Barrofaldi für den zu verhandelnden Gegenstand einsehr gelegenes Thema einen ausgedehnten, tief eindringendenKursus im Studium der Geographie beendigt.

Der Fremde wurde im Vorzimmer zurückgelassen, währendVito Viti in das innere Gemach eintrat und mit feinem Freunde,dem Vicestatthalter, eine kurze Unterredung Pflog. Sobald diesezu Ende war, kehrte Ersterer zurück, um seinen Gefährten demStellvertreter eines Großherzogs, wenn nicht gar eines Königesvorzustellen/

Es war an dem heutigen Abende das erste Mal, daß derunbekannte Seemann in eine Beleuchtung trat, welche seine Ge-stalt deutlich unterscheiden ließ, und sobald die Strahlen einerhellenLampe ihnen erlaubten, ihre Untersuchung zu beginnen, waren auchdie Blicke beider Beamten mit lebhafter Neugierde auf den Frem-den gerichtet. In einer Beziehung wenigstens fühlte sich keiner vonBeiden getäuscht, denn Gesicht, Gestalt und Aussehen des Seemannesübertrafen sogar noch ihre Erwartungen.

Der Fremde war ein Mann von sechsundzwanzig Jahren undmaß.gewiß seine vollen sechs Fuße; seine Gestalt war ein wahresMusterbild männlicher Schönheit und sein muskulöser Gliederbau ließaus entsprechende Stärke schließen. Er trug die Alltagsuniform einesSeemanns, zeigte aber dabei eine Zierlichkeit und Eleganz, welcheeinem jeden Anderen, als Andrea Barrofalvi, der solche Dinge mehrDer Irrwisch. »