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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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merken, den» obwohl sie vor ihrer Freundin alle mögliche Achtunghegten und ihre Vermuthungen lieber als die jeder andern Personmit angehört hätten, so fühlten sie dennoch ein so dringendes Ver-langen, ihre eigenen Stimmen hören zu lassen, daß keine Minuteverstrich, ohne daß ihren beweglichen Lippen allerlei Fragen undMuthmaßungen entschlüpft wären. Dabei kamen denn alle nurerdenkliche» Muthmaßungen, mitunter auch die tollesten und abge-schmacktesten Einfälle zum Vorschein. Die eine meinte, es sey einSchiff mit Depeschen aus Livorno, das vielleicht sogarSeineErcellenz" am Bord haben könnte. Dagegen wurde jedoch geltendgemacht, daß Livorno im Norden und nicht im Westen von Elbaliege. Eine andere stellte die Vermuthung auf, es könnte wohleine Ladung von Geistlichen führen, welche von Korsika nach Romzögen: man warf aber ein, die Geistlichkeit stehe eben jetzt in Frank-reich nicht so sehr in Gunsten, baß man ihr ein Schiff von soüberlegenem Range, wie das des Fremdlings offenbar sehn mußte,zur Neberfahrt eingeräumt hätte. Eine dritte, mit mehr Einbil-dungskraft, als die beiden vorhergehenden begabt, äußerte sogarZweifel darüber, ob es überhaupt nur ein Schiff sey, denn, meintesie, es sey gar nicht selten, daß ähnliche Luftgebilde auf der Seeerschienen, welche dann gewöhnlich das Bild einer außerordentlichenErscheinung annähmen.

8i", ^ sagte Annina ,das wäre aber ein förmliches Wunder,Maria; und warum sollten wir gerade jetzt ein Wunder erleben,da doch die Fasten und die meisten Festtage bereits vorüber sind?Ich glaube, daß es ein wirkliches Schiff ist."

Die Anderen lachten und nachdem man sich noch eine guteWeile mit vielem Eifer über die Sache besprochen hatte, kam >manendlich mit allgemeiner Zustimmung dahin überein, daß das unbe-kannte Schiff bona 6üe als ein wirkliches Fahrzeug irgend einer

* Ja.