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die gleichsam eigens zu dem Zwecke, einen malerischen Effekt her-vorzubringen, aufgetackelt sind — bildet nicht das Ganze eine be-sondere Art von Welt für sich, eine Welt, reich an Genüssen fürJeden, der so glücklich ist, ein Gefühl für Reize zu besitzen, welcheden Beschauer nicht allein für den Augenblick bezaubern, sondernauch, gleich den Gebilden einer glorreichen Vergangenheit, in dem Ge-dächtniß des Abwesenden haften bleiben.
Unsere vorliegende Aufgabe wird sich mit diesem Fragmenteeiner Schöpfung beschäftigen, die selbst in ihren wildesten Parthiennoch so unendlich schön ist: würde sie nur nicht so häufig durchdie Leidenschaften der Menschen ihres edelsten Reizes -entkleidet!Es ist Keiner, der nicht einstimmte in das Lob der Natur, die fürdas mittelländische Meer so viel gethan hat — aber auch Keiner,der läugnen könnte, daß eben dieses Meer bis auf die neueste Zeitder Schauvlatz grausamerer Gewaltthaten und tieferen menschlichenElendes als vielleicht jeder andere Theil unserer Erde gewesen ist.
An seinen nördlichen und südlichen Küsten von verschiedenenMenschenstämmen bewohnt, welche durch ihre Schicksale noch weiterals durch Abstammung, Sitten und Religion von einander geschiedensind, war dieser Theil des Oceans gleichsam das Bollwerk derChristenheit gegen die Mahomedaner, die Schutzwehr eines Alter-thumS, das jedem Eindringen geschichtlicher Forschung Trotz bietet;sein dunkelblauer Spiegel hat in dem Zeiträume zwischen Agamem-non'S und Nelson'S Tagen weit öfter Scenen der Gewaltthat unddes Mordes geschaut und weit mehr SicgcSrufe vernommen, alsalle übrigen Theile von Neptuns weitem Gebiete zusammengenommen.Natur und Leidenschaft der Menschen haben sich vereint, um seineFläche dem menschlichen Antlitze ähnlich erscheinen zu lassen, dasunter seinem Lächeln und unter dem gottähnlicben Ausdruck seinerZüge ebenfalls den Vulkan verbirgt, der so oft in unserem Herzenglüht und unsere Glückseligkeit verzehrt. Jahrhunderte lang gefähr-deten Türken und Mauren die Schifffahrt an diesen lachenden Küsten