näherte sich nach so langer Abwesenheit abermals dem alten Pro-vinzialsitze der Gelehrsamkeit.*
Das kleine Dorf, wenn auch in den Händen von Freunden, zeigtedennoch die unfehlbaren Spuren der Anwesenheit eines ungeregeltenHeeres. Die Nniversitätsgebäude waren mit Truppen gefüllt und dieThüren der benachbarten Schenken mit müßigen Soldaten vollgepropft,welche sich versammelt hatten, um der Vollere, und Thorheit zufröhnen, welche beide immer unzertrennlich seyn werden. Der Officierlenkte nach einer der einsamsten unter diesen Höhlen der Gedanken-losigkeit und des Müßiggangs und erklärte seine Absicht, die Ge-fangenen so lange unter ihrem Dache unterzubringen, bis er denWillen des amerikanischen Obergenerals vernommen haben würde.Cäcilie hörte seine Befehle mit ziemlichem Mißvergnügen, ergabsich aber dennoch in den Drang der Umstände und stieg, als dasFuhrwerk gehalten, ohne Widerrede aus. Ihre beiden Begleiterfolgten ihr auf dem Fuße, während der Officier voranging, und sogelang es ihr, nicht nur ohne Beschimpfung, sondern selbst ohneBelästigung durch die lärmende Menge hindurchzukommen. Dieverschiedenen Schreier in dem Haufen, und deren waren viele,dämpften sogar ihre lärmenden Stimmen, als sie sich näherte undmachten ihr Platz aus Achtung vor ihrem Geschlecht, und so tratsie in das Gebäude, ohne auch nur eine einzige Bemerkung aufsich selbst zu vernehmen, obgleich ein leises, neugieriges Flüsternihren Schritten sogar bis zur Schwelle folgte. Die einzige Be-merkung , die gehört wurde, war ein plötzlicher Ausruf der Be-wunderung, und so sonderbar dieß scheinen mag — ihr Begleiterhielt für nüthig, die Derbheit desselben dadurch zu entschuldige»,daß er seiner Gefangenen zulispelte, jener Rnf komme von denLippen eines jener südlichen Freibeuter, einem Korps, welches sich
» Hier meint der Verfasser das kleine Städtchen Cambridge, nahe bei Boston.
A. d. U.
Lionei Lincoln. 30