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mein herrlicher Junge, iß nur drauf los!" fuhr er fort und riebsich die Hände in der Freude seines Herzens, als er sah, mit welcherGier der verhungernde Job seine Gabe empfing. „Das zweiteVergnügen im Leben ist, einen hungrigen Menschen sein Mahl ent-nehmen zu scheu: das erste liegt tiefer in der menschlichen Natur.Dieser Schinken hat den ächten virginiichen Wohlgeschmack! HastDu so etwas wie einen übrigen Teller, Shearflint? Es ist soziemlich meine übliche Stunde, ich kann jetzt ebenso gut auch zuNacht esien. Es ist in der That selten, daß ein Mann zwei Ver-gnügen der Art ans einmal genießt!
Polwarths Zunge schwieg still, sowie Shearflint ihn mit demRöthigen versorgt hatte und das Waarenhaus, das er noch kurzzuvor mit so grausamen Vorsätzen betreten hatte, bot jetzt dassonderbare Schauspiel dar, wie der Kapitän mit geselliger Vertrau-lichkeit das bescheidene Mahl seiner schwer heimgcsuchtcn, unglück-lichen Bewohner theilte.
Achtundzwanziqftes Kapitel.
Entlasset uns, Sir Thurio, eine Weile;
Wir haben ein Gehei,nniß zu »erhandeln.
Die beiden Veroneser.
So endete die oben erzählte Scene des Aufruhrs und derEntartung auf dem Dock Square; ganz anders dagegen standendie Sachen unter dem Dache eines stolzen Gebäudes in einer be-nachbarten Straße. Wie gewöhnlich zu dieser Stunde der Nacht,erglänzten, gleichsam zum Spott über die nackte Düsterheit dernahen Kirche, die Fenster des Provinzhauses von zahlreichen Lichtern,und jeder Zugang zu diesem privilegirten Sitze des Stellvertretersder Krone war streng von Bewaffneten bewacht. In diese begün-stigte Wohnung müssen wir nun die Scene verlegen, um den Fadenunserer anspruchlosen Erzählung zu verfolgen.