„Sage mir denn. Job, ob Major Lincoln selbst, so gut wieich, Dir eben diese Aufmerksamkeit erwiesen hat," sagte Cäcilie, ohneauf das Benehmen der Mutter zu achten; — „wenn sahst Du ihnzum letzten Mal?"
„Vielleicht kann ich ihm diese Fragen verständlicher vorlegen,"sprach der Fremde mit einem bedeutungsvollen Blick auf Cäcilien,den diese augenblicklich zu verstehen schien. Dann wandte er sichzu Job und nachdem er prüfend einige Augenblicke lang dessen Ge-sicht betrachtet hatte, fuhr er also fort: „Boston muß ein schönerOrt für Paraden und Aufzüge seyn, junger Mann; gehst Du wohlmanchmal hin, die Soldaten ererciren zu sehen?"
„Job hält immer Schritt beim Marschiren," antwortete derSimpel; „'s ist ein großartiger Anblick, die Grenadiere nach demfurchtbaren Klang der Trommeln und Trompeten austreten zu sehen!"
„Und Ralph," fragte der Andere in einschmeichelndem Tone,„marschirt er auch in ihrer Gesellschaft?"
„Ralph! er ist ein großer Krieger! er lehrt das Volk dieBewegungen draußen auf den Hügeln — Job steht ihn dort jedesMal, so oft er für den Major Lebensmittel holt."
„Das fordert eine Erklärung," sagte der Fremde.
„Die leicht zu erhalten ist," antwortete der aufmerksame Pol-warth. „Der Junge hat zu Zeiten während der letzten sechsMonate gewisse Nahrungsartilel unter dem Schutze eine Flaggevon dem Land in die Stadt gebracht."
Der Mann sann einen Augenblick nach, che er in der Sacheweiter fortfuhr.
„Wann warst Du zuletzt unter den Rebellen, Job?" fragteer endlich.
„Ihr würdet besser thun, das Volk nicht Rebellen zu nennen,"murmelte der Bursche finster; „sie können solche bittere Namennicht leiden!"