Athmen ihres Schlachtopfers. Als jedes andere Geräusch aufgehörthatte und Polmarth an den finsteren wilden Gesichtern, über welchedie Helle Glnth des brennenden Hanfes leuchtete, bemerkte, daßlängerer Aufschub gefährlich scy» möchte, ging er sofort zu seinenFragen über.
„Du kannst," so sprach er, „aus der Art, wie Du umringtbist, sehen, Job Pray, daß das Gericht Dich endlich ereilt hat,und daß Deine einzige Hoffnung auf Gnade im Bekennen der Wahr-heit beruht. So antworte denn auf die Fragen, die ich Dirvorlegen werde, und behalte die Furcht Gottes vor Augen."
Der Kapitän schwieg, um diese Ermahnung die gewünschteWirkung hervorbringcn zn lassen. Aber Job, der bemerkte, daßseine früheren Peiniger ruhig waren und allem Anschein nach keinunmittelbares Unheil mit ihm vorhatten, ließ sein mattes Hauptauf die Tücher fallen und lag da, schweigend und mit rollenden,angstvollen Augen die geringste Bewegung seiner Feinde bewachend.Polwarth gab bald der Ungeduld seiner Zuhörer nach und fuhr fort:„Du bist mit Major Lincoln bekannt?"
„Major Lincoln!" murrten drei oder vier von den Grena-dieren — „ist er's, von dem wir etwas zn hören brauchen?"
„Einen Augenblick, meine wackeren Achtzehner: ich werde aufdiesem Umwege um so eher zu der vollen Wahrheit gelangen."
„Hurrah! Kapitän Pollywarreth! " schrien die Lärmer— „Er,dem die Rebellen ein Bein zerschmetterten."
„Dank' Euch, — Dan!' Euch, meine verständigen Freunde: —Antworte ohne Verdrehung, Bursche: Du wagst doch nicht DeineBekanntschaft mit Major Lincoln abznlängnen? "
Nach einer augenblicklichen Pause hörte man eine schwacheStimme unter den Tüchern hsrvormurmeln:
„Job kennt alle Leute von Boston und Major Lincoln ist einBostoner Kind."