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und einem verglcichungSweise Fremden das Amt deS Hauptleid-tragende» überlassen?"
„Der Herr vergebe uns Allen unsere Sünden und unsereGottlosigkeit," murmelte das Weib, indem sse die Fetzen ihres zerris-senen Mantels um ihre zitternde Gestalt schlug und schweigend nachder Tiefe des Kirchhofs hinabeilte. Polwarth sah ihrem uncere-moniösen Weggehen einen Augenblick mit Erstaunen nach undbemerkte dann, gegen seinen zurückgebliebenen Gefährten sichwendend:
„Diese Frau ist blvs ans Mangel gesunder Nahrung nichtganz richtig im Kopfe Es ist fast ebenso unmöglich, sich seineGeisteskräfte zu erhalten und den Magen dabei zu vernachlässigen,als man erwarten kann, ein Tagdieb von einem Jungen könne einengelehrten Mann abgeben." Als der Kapitän einmal so weit inseiner Rede war, schien er gänzlich vergessen zn haben, zu wem ersprach, und unaufhaltsam fuhr er in seinem gewöhnlichen, philolo-phirenden Anlaufe also fort: „Man schickt Kinder in die Schule,um alle nützlichen Erfindungen zu lernen z nur das Essen wirdnicht gelehrt, und doch ist das Essen — das heißt, das Essen mitGeschmack — gerade so gut eine Erfindung wie jede andere Ent-deckung. Jeder Mund voll, den ein Mensch zn sich nimmt, hatvier wichtige Verrichtungen durchznmachen. von welchen jede eineKrisis in der menschlichen Konstitution genannt werden kann."
„Erlauben Sie mir, Ihnen über dies Grab zu helfen," sagteder Andere, indem er ihm dienstfertig seinen Beistand anbot.
„Ich danke Ihnen, Sir, ich danke Ihnen — das ist ein traurigerKommentar zu meinen Worten," antwortete der Kapitän mitmelancholischem Lächeln. „Es war eine Zeit, wo ich in dem leichtenKorps diente, aber Leute von so nngleicben Verhältnissen find fast zunichts mehr als für die Garnison zu brauchen! — Was ich sagenwollte, da ist zuerst die Auswahl, dann das Kauen, drittens dasVerschlucken und zuletzt die Verdauung."