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antwortete er; „aber ich kann mich einiger Bekanntschaft mit derFamilie Lincoln rühmen."
„Nun so wollte Gott," rief Polwarth in einer Art vonSelbstgespräch, das ihm in dem Drange seines Herzens entschlüpfte —„Ihr könntet uns sagen, was aus ihrem Erben geworden ist!"
Nun blieb der Fremde seiner Seits stehen und rief:
„Dient er nicht in der Armee des Königs gegen diese Empö-rung? — Ist er nicht hier?"
„Er ist hier und ist dort oder irgendwo; ich sage Euch, erwird vermißt!"
„Er wird'vermißt!" wiederholte der Andere.
„Vermißt!" so tönte eine schwache weibliche Stimme dichtan des Kapitän's Seite.
Diese sonderbare Wiederholung seiner eigenen Worte wecktePolwarth ans der Zerstreung, worein er verfallen war. Auf seinemWege von der Gruft nach der Kirchhofthüre war er, ohne es zubemerken, dem oben erwähnten Weibe nahe gekommen, und als erbei dem Klange ihrer Stimme sich umwandte, fielen seine Augenauf ihr angstvolles Gesicht. Schon der erste Blick reichte hin,nm dem scharfblickenden Kapitän zu sagen, daß er mitten unterArmuth und Lumpen die verfallenen Ueberreste großer weiblicherSchönheit vor sich sehe. Ihre klugen, schwarzen Augen, welche einbleiches, eingesunkenes Gesicht belebten, hatten noch viel von demGlanze, wenn auch nicht von der Sanftheit und dem Frieden derJugend an sich. Der Umriß ihres Gesichts war nicht minder auf-fallend, wenn man auch von ihr sagen konnte, sie gleiche einemWesen, dessen Lieblichkeit schon längst mit seiner Unschuld geschwundenwar. Aber Polwarths Artigkeit bewährte sich selbst gegen dieunverkennbaren Zeichen des Elends, wenn nicht gar der Schuld,welche so deutlich in ihrem Aeußcren sich zeigten, und er achteteselbst ine wenigen Ueberreste weiblicher Reize, welche unter eiuer solchenMasse von Unscheinbarkeit noch sichtbar waren, viel zu sehr, nmLioncl Lincoln. 25