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und er war genöthigt, sich von Meritvn in das kleine Gesellschafts-zimmer führen zu lassen, wo er sonst unter glücklicheren Umständenals Gast geweilt hatte. Hier fand er Agnes seiner wartend, miteinem Ernst, ja fast mit einer Trauer in ihrer Haltung, durch diesie im Augenblick gewisse komplimcntirende Phrasen verscheuchte, womitder Capitän die Unterredung zu eröffnen beschlossen hatte, um, nachachter Soldatenweise, den kleinen Borthcil weiter zu verfolgen, dener, wie er wohl begriff, in der guten Meinung seiner Geliebtenerlangt hatte. Den triumphirenden Ausdruck seiner Züge beimersten Blick auf Miß Danforths Antlitz verändernd, begrüßte siePolwarth auf eine dem Zustand der Familie mehr angevaßte Weiseund wünschte zu wissen, ob er auf irgend eine Art zu ihrem Trostund zu ihrer Erleichterung beitragen könne.
„Der Tod ist unter uns getreten, Kapitän Polwarth," sprachAgnes, „und sein Besuch ist in der That plötzlich und unerwartetgewesen. Um unsere Verwirrung noch zu vermehren, wird MajorLincoln vermißt!"
Während dieser Rede heftete Agnes ihre Augen auf das Ge-sicht des überraschten Polwarth, wie wenn sie darin eine Erklärungüber die unbegreifliche Abwesenheit des Bräutigams suchen wollte.
„Lionel Lincoln ist nicht der Mann, der darum flieht, weil derTod heranuaht," antwortete der Capitän nachsinnend; „und nochweniger sollte ich denken, kann er ein so liebliches Geschöpf, wieer sich eben eines antrauen ließ, in seinem Kummer verlassen. Viel-leicht ist er fort, um ärztliche Hülfe herbeizurufcn?"
„Es kann nicht sepn. Ich habe aus den abgebrochenen Aeußerun-gen Cäciliens so viel herausgebracht, daß er und eine dritte Person,welche ich nicht kenne, zuletzt bei meiner Tante war und bei ihremTode gegenwärtig gewesen sehn muß, denn ihr Gesicht wurde zu-gedeckt gefunden. Ich fand die Braut in dem Zimmer, welchesLionel zuletzt bewohnte — die Thüren waren auf und allem An-schein nach muß er und sein unbekannter Gefährte auf der geheimen