Hervorbrechen sollte, waren die ihrigen in süßer, ernster Spannungauf den Priester geheftet.
Auf ihren angewiesenen Plätzen hielten ste still, »nd nachdemden Beiden, Agnes und Polwarth, welche allein folgten, ein Au-genblick Zeit vergönnt worden war, um ebenfalls an den Altar zutreten, ließen stch die leisen aber tiefen Töne des Geistlichen vernehmen.
Dr. Litnrgy hatte ans der Feierlichkeit der Stunde und dereinsamen Stille des Gebäudes einen entsprechenden Grad von Be-geisterung für sich entnommen. Während er zur Eröffnung derEercmonie seine Ermahnung vorirug, machte er lange und häu-fige Pause» zwischen den Gliedern der Sätze, indem er auf jededer Vorschriften einen besonderen, eindringlichen Nachdruck legte.Als er aber zu den Schlußworten gelangte:
„So Jemand gerechten Grund wüßte, warum ste nicht gesetz-lich verbunden werden könnten, der trete auf nnd spreche oder ent-halte stch fürder jeder weiteren Einsprache —"
Da erhob er seine Stimme und richtete die Augen nach denentfernteren Thcilen der Capelle, als ob er sich an eine in demDunkel verborgene Menge wendete. Die Gesichter aller Anwesen-den folgten unwillkührlich der Richtung seines Blicks und demWiederhalle seiner Tone folgte ein Moment athemloser Erwartung,der nur durch den ganz besonders milden Charakter der Sceneerklärt werden konnte. In diesem Augenblick, nachdem Jedes Athemgeschöpft und Alle sich wieder nach dem Altäre gewendet hatten,erhob stch ein unförmlicher Schatten aus der Gallerie und dehntesich längs der getäfelten Decke aus, bis man seine gigantischenUmriffe wie ein böses Gespenst fast gerade über ihnen schweben sah.
Der Geistliche unterbrach die halbansgesprochene Sentenz.Cäcilie faßte krampfhaft Lionels Arm, während ein Schauder,der sie bis zur Vernichtung zu erschüttern schien, ihre ganze Ge-stalt durchbebte.
Das Schattenbild zog sich langsam und mit einer phantastischen