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7 (1842) Lionel Lincoln, oder die Belagerung von Boston : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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ihre schwache Gesundheit würden sie unvermeidlich hindern, der Cere-monie als Zeuge anzuwohnen, und so war kein genügender Grundvorhanden, ihrer Enkelin jenen Wunsch zn versagen, obgleich ermit den Gewohnheiten des Ortes nicht ganz übereinstinimte. Aberan dem Altar vermählt werden und öffentlich vermählt werden, daswaren zwei verschiedene Feierlichkeiten, nnd um das eine zu bewirkenund das andere zu vermeiden, war es nöthig, die Handlung aufeine späte Stunde des Tages zu verlegen und das Ganze in denMantel des Geheimnisses zu hüllen, eine Vorsicht, welche dieso ganz geregelten Verhältnisse der beiden Theile außerdem nichtnöthig gemacht haben würden.

Miß Dpnevor hatte Niemand zur Vertrauten als ihre Cousine.Ihre Gefühle erhoben sich weit über die gewöhnlichen eitlen Be-trachtungen, welche Zeit und Vorbereitungen bei solchen Gelegen-heiten Hervorrufen: so waren ihre kurzen Vorkehrungen auch baldbeendigt und sie erwartete den bestimmten Augenblick ohne Unruhe,wenn auch nicht ohne Bewegung.

Lionei hatte weit mehr zu besorgen. Er wußte, daß die leisesteKunde von einer solchen Scene eine neugierig zudringcnde Mengein und um die Kirche versammeln würde nnd beschloß deshalb, seinePlane in aller Stille anzuordnen und ganz geheim zu halten. Um einemunerwarteten Zwischenfalle zu begegnen, wurde Meritvn zu demGeistlichen gesendet und dieser ersucht, eine beliebige Stunde desAbends für eine Unterredung mit Major Lincoln zn bestimmen.Die Antwort lautete, daß Dr. Liturgy von neun Uhr an von denPflichten des Tages frei und jeden Augenblick zu dem Empfangedes Majors bereit sey. So blieb keine andere Wahl, und diezehnte Stunde wurde Cäcilien als die Zeit bezeichnet, wo sie ihnvor dem Altäre treffen sollte. Major Lincoln vertraute nicht zuviel ans Polwarths Verschwiegenheit, und begnügte sich deshalb,seinem Freunde zu sagen, er werde sich am nämlichen Abend nochvermählen, weshalb er ihn bitte, als Brautführer pünktlich in der