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und der kalte, berechnende Ausdruck ihres Gesichts verrieth eineso selbstsüchtige Zufriedenheit, daß der junge Mann beinahe hättebereuen können, ihr Vorhaben nicht mißlungen zu sehen. Alsjedoch sein Blick auf das thränenvolle, schüchterne Auge der er-röthenden Cäcilis fiel, da fühlte er, daß, wenn sie überhaupt dieSeine werden konnte, ohne ihren Gefühlen Gewalt anzuthun, erdann nur wenig sich darum kümmere, auf wessen Veranlassung sieeingewilligt hatte.
„Wenn ich mein Schicksal von Ihrer Güte erwarten darf, soweiß ich, ich darf hoffen!" sprach Lionel, indem er auf sie zutrat:— „soll es dagegen von meinem Verdienste abhängen, dann bintch der Verzweiflung preisgegeben."
„Vielleicht war es thöricht, Lincoln," antwortete sie undlächelte durch ihre Thränen, indem sie ungezwungen ihre Handin die seine legte, — „wegen einiger Tage mich zu sträuben,wenn ich doch einmal mich bereit fühle, mein ganzes Leben IhremGlücke zu weihen. Es ist der Wunsch meiner Großmutter, daßich mich unter Ihre» Schutz stellen möge."
„So wird uns dieser Abend für immer vereinen?"
„Es ist Ihrem Edelmuthe nicht der Zwang auferlegt, daß esgerade am heutigen Abend Statt finden müßte, wenn irgend eine,und auch nur die geringste Schwierigkeit sich entgegenstellte."
„Aber es ist keine vorhanden, kann keine vorhanden seyn,"unterbrach sie Lionel. „Zum Glück sind die Vermählungsfeierlich-keiten der Colonie höchst einfach und wir erfreuen uns der Beistim-mung Aller Derer, welche mit Recht sich cinzumischen haben."
„So geht denn, meine Kinder, und vollendet Eure kurzenVorkehrungen," sagte Mad. Lcchmere; „es ist ein feierliches Band,welches ihr knüpft! es muß, es wird ein glückliches seyn!"
Lionel drückte die Hand seiner verlobten Braut und entferntesich, Cäcilie warf sich in die Arme ihrer Großmutter und machteihren Gefühlen in einem Strom von Thränen Lust. Madame