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mein Geschick mit dem Ihrigen zu verbinden, erhalte ich neuenWerth in Mrs. Lechmere'ü Augen. Haben Sie Ihre Großmuttrrmit dem ganzen Umfang meiner Vermessenheit bekannt gemacht?Sie weiß von unserem Bunde?"
„Konnte ich anders? So lange Ihr Leben in Gefahr war,hielt ich die Aeußerung meiner Theilnahme an Ihrer Lage inmeiner eigenen Brnst zurück; als wir uns aber der freudigenHoffnung auf Ihre Genesung hingeben dursten, übergab ich IhrenBrief de» Händen meiner mir von der Natur bestellten Nathgeberin,und habe den Trost, zu wissen, daß ich ihre Billigung erhalte fürmeine — wie soll ich's nennen, Lionel? — würde nicht Thorheitdas richtigere Wort seyn?"
„Nennen Sie es, wie Sie wollen, so lange Sie eS nicht ver-leugnen. Ich habe bis jetzt aus zarter Rücksicht für ihre Lageunterlassen, die Absichten der Mrs. Lechmere zu erforschen; aberdarf ich mir schmeicheln, Cäcilie, daß sie mich nicht abweisen wird?"
Das Blut schoß stürmisch über das schöne Antlitz der MißDynevor und bedeckte sogar Schläfe und Stirne mit seiner gesundenRöthe; doch bald war es verschwunden und Blässe zog über diezarten Wangen, während sie einen Blick des Vorwurfs auf ihrenGeliebten richtete und ruhig, doch mit einem leisen Zeichen derUnzufriedenheit antwortete:
„Es mag das Unglück meiner Großmutter gewesen seyn, daßsie das Haupt ihrer eigenen Familie mit zu parteiischen Augenansah; aber, wenn dem so war, so sollte wenigstens nicht Mißtrauender Lohn dafür seyn. Die Schwäche ist, ich darf wohl sagen,Lehr natürlich, wenn auch nichts desto weniger eine Schwäche!"
Zum ersten Mal begriff Lionel die Ursache jenes veränderlichenWesens, womit Cäcilie im Anfänge seine Aufmerksamkeiten aufge-uommen hatte, bis ihre Empfindlichkeit durch den Antheil an seinerPerson beruhigt worden war. Ohne jedoch auch nur die leisesteSpur solchen Mitwiffens zu verrathen, antwortete er: